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2019


WEGGEFÄHRTINNEN

Sigrid Artes | Kerstin Diallo | Herta Günther | Christiane Just | Christine Littwin | Gudrun Oltmanns | Margarita Pellegrin | Edith und Ursula Rzodeczko | Charlotte Sommer-Landgraf | Inge Thiess-Böttner | Petra Vohland

09.02.- 16.03.2019

 

Kabinettausstellung: l u s t v o l l a n a l o g | Annerose Schulze

Einladung VS als PDF  Einladung RS als PDF

Charlotte Sommer-Landgraf, ComputergrafikChristine Littwin 1986 - Kleines Lied der Freiheit - Zyklus UNIMA-Kongress - Schabaquatinta   Christiane Just Selbstbildnis 1983, 15 x 20cmMargarita Pellegrin, ErschiessungInge Thiess-Böttner, Serigrafie

Information

Eröffnung am Freitag, den 08.02.2019, 19.30 Uhr

Einführung: Karin Weber [Kunstwissenschaftlerin/Galeristin]

Musik: „Herkules“ von Alan Hovhaness mit Nicolle Cassell [Gesang] und Steffen Gaitzsch [Geige]

 

30 Jahre DRESDNER SEZESSION 89 e.V. – das sind 30 Jahre sichtbares Wirken und Fördern der Arbeit von Künstlerinnen in Dresden und darüber hinaus. Erinnern und Würdigen ist dabei mit ein wichtiges Anliegen unserer Aktivitäten.

„W E G G E F Ä H R T I N N E N“ ist eine Ausstellungsprojekt zum Jubiläum, das das Werk von Künstlerinnen / Kolleginnen / Freundinnen ehrt, die dereinst vor längerem oder noch bis kürzlich mit ihrem Schaffen in der Dresdner Kunstszene und darüber hinaus auf unterschiedliche Weise aktiv und präsent waren.

Dank der Unterstützung der Erben und Nachlaßbetreuer und dem Engagement der Künstlerinnen der Dresdner Sezession 89 e.V. sind Werke folgender Künstlerinnen zu sehen: Herta Günther, Kerstin Diallo, Margarita Pellegrin, Petra Vohland, Sigrid Artes, Christiane Just, Ursula Rzodeczko, Charlotte Sommer-Landgraf, Inge Thiess-Böttner, Gudrun Oltmanns, Christine Littwin und Edith Rzodeczko.

Diese Namen stehen für ein ein Leben für die Kunst und für ein Oevre, das wir nicht vergessen sollten. Die Ausstellung belegt, gleich welcher Generation angehörend, die Vielseitigkeit, Intensität, Sinnlichkeit und Kraft der Kunst von Frauen.

Biografien

Sigrid Artes

27.10.1933 geboren in Dresden, Geburtsname Gringmuth | 12.01.2016 verstorben in Dresden

1949 – 51      Lehre als grafische Zeichnerin

1951 – 57      Studium an der Hochschule für Bildende Kunst Dresden bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer

1953               Geburt der Tochter

1954               Tod des Ehemanns

seit 1958       freischaffend in Dresden, nebenberufliche Arbeit als Kellnerin, Gebrauchsgrafikerin, Zirkelleiterin, Restauratorin

1972 Geburt des Sohnes

Restaurierungsarbeiten u.a. in Torgau, Neuzelle, Dippoldiswalde, Schloss Hoflößnitz, Dresden: Hotel Bellevue, Semperoper, Sempergalerie

1990 – 1997 Mitglied der Dresdner Sezession 89 e.V.

seit 1994 Studienreisen nach Irland, Italien, Südfrankreich und Tunesien

Kerstin Diallo

1970 in Dresden geboren | September 2017 in Dresden verstorben

1986–1989   Abendstudium an der HfBK Dresden

1991               Diplom zur Staatlich geprüften Spielzeugformgestalterin
                        Abschluss an der Puppenbühne Erfurt mit einer Hommage an den Expressionismus: Entwürfe, Bau der Marionetten, Bühne, Figurinen

1992               Immatrikulation an der HfBK Dresden in der Fachrichtung Bühnenbild

1994               Fachrichtungswechsel zur Freien Plastik

1996               Fachklasse MAX UHLIG an der HfBK Dresden bis zum Diplom

1998/99         Auslandsstudienjahr in Spanien, Immatrikulation an der

                        Universidad Complutense de Madrid in der Fachrichtung Architektur

2000               Diplom an der HfBK bei Prof. Max Uhlig

2001/2002     Meisterschülerin bei Prof. Max Uhlig

2002/2003     Meisterschülerin bei Prof. Martin Honert

2008/09/11    Lizenz Kunstvermittlung an den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden

Herta Günther

1934 geboren in Dresden | 2018 gestorben in Dresden

1951-1956   Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer

1956             Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR

seit 1957      freischaffende Künstlerin

1960             Heirat mit dem Grafiker Jürgen Günther

1964             Geburt des Sohnes Albrecht

1966             erste Ausstellung mit Zeichnungen, Farbradierungen und Ölbildern

1969             Aufnahme der Einplattenfarbradierung, Druck auf eigener Presse

1976             Erste Übersichtsausstellung des grafischen Werkes in der Staatlichen Galerie Moritzburg, Halle

1978             Geburt des Sohnes Attila

1984             Werkverzeichnis der Druckgrafik 1960-1983, herausgegeben von Manfred Schmidt, Berlin

Ausstellungen

2015    Städtische Sammlungen Freital

2014    Galerie LEO.COPPI, Berlin | Galerie Döbele, Dresden

2009    Städtische Sammlungen Freital

2004    Galerie Döbele, Dresden

1999     Neue Sächsische Galerie, Chemnitz | Galerie Schmidt-Rottluff, Chemnitz

1994     Galerie Nikolaus Fischer, Frankfurt/ Main

1993     galerie am blauen wunder, Dresden | Galerie Kunst der Zeit, Dresden

1989     Galerie Junge Kunst, Frankfurt/ Oder

1986    Staatliche Galerie Moritzburg, Halle | Galerie Kunst der Zeit, Dresden

1985    Galerie im Hof, Kronenberg | Galerie B. Wolffer, Berlin | Galerie Schmidt-Rottluff, Chemnitz | Staatliche Museen Schwerin

1984    Art Basel

1982    Galerie am Brühl, Karl-Marx-Stadt

Christiane Just

1960 in Dresden geboren | 11.09.2011 in Dresden gestorben

1974 – 1979    Abendstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

1981 – 1987    Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Diplom

Seit 1987         Bücher im Selbstverlag, u. a. im Leitwolfverlag 1987 Gründung der „Schevchenpresse“

1980 Mitbegründerin der Malschule und der Galerie im Kulturverein riesa efau

Seit 2000 Vorstandsmitglied im Sächsischen Künstlerbund

2003 – 2005 Fernstudium Webdesign, Diplom

2004 Mitbegründerin der BUCHENpresse, Grafik, Typografie

2005 – 2011 Mitglied in der Dresdner Sezession 89 e.V.

Zahlreiche Beteiligungen an Ausstellungen und Kunstprojekten im Inland (Dresden, Freiberg, Riesa, Rothschönberg, Coswig, Bonn, Lauenburg, Trier, Wittenberg, Wolfenbüttel, Weimar) und im Ausland (USA, Polen, Niederlande, Frankreich)

Christine Littwin

geboren am 08.01.1053 in Waren-Müritz | gestorben am 02.01.1995 in Dresden

eine der Gründungsmitglieder der Dresdner Sezession 89

1971 – 1973 Arbeit in Kunstschmiede und Keramikwerkstadt des „VEB Zentrum Bildende Kunst“ in Neubrandenburg

1973 – 1977 Studium an der HfBK Dresden

seit 1977 freischaffende Malerin / Grafikerin

Nach langer schwerer Krankheit starb Christine Littwin im Alter von knapp 42 Jahren zurückgezogen in Dresden . Ihr Glaube an Jesus Christus gab ihr Kraft in dieser schweren Zeit. Sie hinterließ einen Sohn.

Ausstellungsbeteiligungen:

1978 – „Damastmuseum“ Großschönau mit Peter Graf und Peter Herrmann

1985 – „Grafik aus Dresdner Werkstätten“ , „Einblicke“ in Dresden

1987 – „100 ausgewählte Grafiken“, „Puppenspiel“ („UNIMA- Kongress“), Dresden

1988 – „Blaues Wunder“, Dresdner Junge Künstler, Dresden

1989 – „Bezirksausstellung“ Dresden, „Frauenausstellung“ in Leningrad,

  – „Dresdner Kunst – im Auftrag entstanden“ in Hamburg

1990 – Gründungs-Austellung sowie Weihnachts-Ausstellung der Dresdner Sezession 89

1991 – Sezessions-Ausstellung „Das Tier – der Mensch“ in Homburg-Schwarzenacker

1992 – „Malerei / Plastik / Grafik“ der Dresdner Sezession 89,

          – Sezessions-Ausstellung Galerie Nord Dresden,  Ausstellungspavillon am Mirabellgarten Salzburg                                                  

Gudrun Oltmanns

1959 geboren in Olbernhau/Erzgebirge | 2001 in Dresden am 24. November gestorben

1976                          Berufsausbildung als Holzbildhauer

1979-80                   Hilfskraft in der Kinderpsychatrie Wechselburg

1980                         Umzug nach Dresden, verdient den Lebensunterhalt als Kantinenbetreiberin, bei der Post und als Backstubenhilfe

1981–84                  Abendschule an der Hochschule Bildende Künste Dresden

1984–89                  Abitur, Studium an der Hochschule für Bildende Künste
 Dresden, Diplom bei Prof. Klaus Schwabe

1990                          Gründung des Kunstvereins „Alte Feuerwache Loschwitz”

1995                          Stipendium der Tangerding-Werkstiftung

                                   Aufenthalt in Ghana

1998                          bezieht eine Wohnung im Künstlerhaus Dresden Loschwitz

Zahlreiche Ausstellungen und Projekte

Werkverzeichnis des Nachlasses, herausgegeben von den Erben,
 Leipzig 2006

Katalog zur Ausstellung „ VIER,1 “, Gudrun Oltmanns, Ulrike Rösner, Ulrich Schollmeyer, Ulrich Schweiger, Leonhardi – Museum, Dresden 1991

Katalogheft zur Ausstellung „ Fröhliche Verwicklung “, Marie-Luise Faber und Gudrun Oltmanns, Leonhardi - Museum Dresden 1992

Katalog zum Workshop „ ALL & TAG “, Gudrun Oltmanns, Peter Bauer, Bretislav Charwot u.a. in der Galerie Nord, Dresden 1992

Handzeichnungen von Peter Bauer, Jens Herrmann, Gudrun Oltmanns u.a. vom 10.9. bis 13.9.1992 in den Ausstellungsräumen der Alten Feuerwache Loschwitz e.V.;

Ausstellungskatalog zur Sommerwerkstatt „ Keramik – Freifeuerofen in Saalfeld “, Gudrun Oltmanns, Sylvia Bohlen, Kathleen Wunderwald, Annette Möbius und Heidemarie Kasanowski, 1992/1993

„ Zeit – Blick. Kunstlandschaft in Sachsen “, Ausstellungskatalog, hrsg. vom Sächsischen Künstlerbund 1994

Werkverzeichnis des Nachlasses, herausgegeben von den Erben,
 Leipzig 2006

Verzeichnis der Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen

1990 „ Plastik / Zeichnung / Grafik der Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Dresden “, Austauschausstellung der HfBK Dresden und der Fachhochschule Hannover;

1991 Gemeinschaftsausstellung mit Maria Luise Faber und Maria Lino im Kunstverein Schloß Röderhof bei Halberstadt

1991 „ VIER,1 “, Gudrun Oltmanns, Ulrike Rösner, Ulrich Schollmeyer, Detlef Schweiger; vom 21.09. bis 27.10.1991 im Leonhardi-Museum, Dresden

1992 „ Fröhliche Verwicklung “, Maria-Luise Faber und Gudrun Oltmanns, Leonhardi-Museum, Dresden

1992 „ ALL & TAG “, Workshop Gudrun Oltmanns, Peter Bauer, Bretislav Charwot u.a., Galerie Nord, Dresden

1992 „ Handzeichnungen der Künstler des Vereins “, Peter Bauer, Jens Hermann, Gudrun Oltmanns u.a., Alten Feuerwache Loschwitz e.V.

1993 „ Keramik – Freifeuerofen in Saalfeld. Sommerwerkstatt 1993 “, Gudrun Oltmanns, Sylvia Bohlen, Kathleen Wunderwald, Annette Möbius und Heidemarie Kasanowski; Saalfeld

1993 „ Der Besitz von Tontauben “, Plastik und Zeichnungen von Gudrun Oltmanns, Alten Feuerwache Loschwitz e.V.

1993 „ Kunstverein Alte Feuerwache Loschwitz – Kunstfabrik Potsdam “,  Austauschprojekt in der Kunstfabrik Potsdam, (Volker Lenkeit, Peter Bauer, Gudrun Oltmanns, Torsten Reimer, Mareen Ulherr), mit Instalation Gudrun Oltmanns, „ Die Ankunft der Bienenkiste “.

1994 „ Vereinsmeyerey “, Malerei von Sándór Doro, Volker Lenkeit, Gudrun Oltmanns u.a.; Alten Feuerwache Loschwitz e.V.

1994 „ Zeit – Blick. Kunstlandschaft in Sachsen “, 1. Sächsische Kunstausstellung nach 1928; Dresdener Schloß

1995 „ IV Pro Arte Saxoniae Chemnitz 1995 “, Lithografiesymposium in der Neuen Chemnitzer Kunsthütte, Beteiligung

1995 „ Ofenfigur im Brennhaus. Metapher eines Brennofens “, Ausstellung vom in der Töpferei Christine Freigang in Bürgel/ Jena.

1995 „ 4. Sommerwerkstatt Keramik-Projekt Freifeuerofen Saalfeld “, Kabinettausstellung in der `Saalegalerie´, Saalfeld. (Sylvia Bohlen, Gudrun Oltmanns u.a.)

1995 „ Miniatur “, Galerie am Damm, Dresden, Beteiligung

1996 „ Kleines Hygienemuseum “, Installation während des Herbstfestes `5 Jahre Feuerwache´; Dresden Loschwitz.

1997 „ Reiseerinnerung. Gudrun Oltmanns “, Zeichnungen, Monotypien, Lithographien; Galerie am Damm, Dresden.

1997 „ Echo / Regen “, Installationen, Monotypien und Zeichnungen; Galerie Adlergasse, Dresden.

1997 „ Zwei mal zwei “, Susana Réberdito, Christiane Schlosser, Gudrun Oltmanns und Ute Richter; Galerie Kasten, Dresden und Mannheim.

1997 „ 5 Jahre Keramiksymposien in Saalfeld “, Ausstellung im Thüringer Heimatmuseum, Saalfeld. (Sylvia Bohlen, Gudrun Oltmanns u.a.)

1998 „ Immer wieder Künstlerhaus. Installation der Künstlerhäusler der Alten Feuerwache “, Alten Feuerwache Loschwitz e.V. (Andreas Garn, Volker Lenkeit, Gudrun Oltmanns, Detlef Schweiger)

1999 „ Schloßavancen “ Zeichnungen und Plastiken, Museum Schloß Klippenstein / Radeberg

2001 „ A eins “, Gudrun Oltmanns & Blaumann (Marko Markov), Installation in der Alten Feuerwache Loschwitz e.V.;

2001 Das letzte Werk von Gudrun Oltmanns ist die Lithographie-Mappe 10 Jahre Kunstverein Alte Feuerwache Loschwitz. Die Arbeit an dieser Mappe konnte sie nicht vollenden, dafür steht der  Abdruck des leeren Steines am Ende der Mappe

2009 „ Afrika “, Galerie am Damm, Dresden, „ Arbeiten aus dem Nachlass “, Alte Feuerwache Loschwitz e.V.

Margarita Pellegrin

 1940 geboren in Aue/Erzgebirge | 2016 gestorben in Dresden

1958-61  Studium an der ABF der Hochschule für Bildende Künste Dresden

1963       Übersiedlung nach Chile, Studium an der Universidad de Chile de Santiago

1964-69 Assistentin für Grafik/Universidad de Chile/Antofagasta

1974       Rückkehr nach Dresden nach dem Militärputsch in Chile / freiberufliche Grafikerin, Textilgestalterin und Malerin in Dresden

1990       Werbegrafikerin

1992-93 Weiterbildung zur Medienfachfrau

1994-95 Mitarbeit als Grafikdesignerin im Verein zur Förderung gewaltfreier Medien; Mitarbeit in Animationsfilmen: „Oh! Der Mensch“, „Der Blickesammler“ von Hernando León

1998       Mitarbeit in der Galerie drei, Dresdner Sezession 89 e.V.

1999-2000 Restauratorin für Animations- und Handpuppen im DIAF

2003      Regie , Produktion und Gestaltung des Animationsfilms „Der Fall“

2008      Regieassistenz „Unterwegs nach Ithaka“

ab 2012 Leben in Dresden und Spanien

Personalausstellungen in Antofagasta und Santiago (Chile), Lima (Peru), Dresden, Pirna, Cottbus, Magdeburg, Berlin und Kemi (Finnland)

Ausstellungsbeteiligung in Chile, Peru, Bolivien, Argentinien, Deutschland, Spanien, Polen, USA, Kanada, Finnland, Niederlande und Frankreich

Edith Rzodeczko

1927                          in  Groß-Pesterwitz/Schlesien geboren | 1984 in Dresden verstorben

1933 – 1943             Besuch der Volksschule und Aufbauklasse in Breslau

1943 – 1945             Buchhändlerin in Breslau

1945                          Flucht – Beginn einer schweren Krankheit

1945 – 1948             Landarbeiterin und Fabrikarbeiterin

1948 – 1951             Vorstudienabteilung der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg,

                                   Kunsterziehung bei Prof. Felixmüller

1951 – 1956             Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

                                   Tafelmalerei, Diplom bei Prof. Michaelis

1956                          freischaffend

1964                          Invalidisierung, schwerbeschädigt

1965                          Herzoperation

Ursula Rzodeczko

1929 am 9.März in Groß-Peterwitz/Schlesien geboren | 2018 in Dresden verstorben

1935-1948                Volks- und Mittelschulbesuch in Breslau

1949                          Abitur an der Vorstudienanstalt der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg

1949-1951                Studium an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg Kunsterziehung bei Prof. Conrad Felixmüller

1951-1956                Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

1957-1989                Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende Künste Dresden in der Abteilung Kunsterziehung und Abendstudium

1979 -1989               in der Malklasse Grafik/Malerei von Prof. Gerhard Kettner

1983-1989                Dozentin für Malerei

1989                          Martin-Anderen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden

Carlotte Sommer-Landgraf

1928               geboren am 20. Juli in Dresden |2006  gestorben am 11. November in Dresden

Bildhauerin und Computer-Künstlerin

1947               Abitur

1948 – 1952 Studium der Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

                        bei den Professoren Winde, Koelle und Walter Arnold

1952               Diplom, Restaurierungsarbeiten an der Staatsoper Berlin

1953               Heirat mit Günther Landgraf

                        bis 1965 Geburt von 4 Kindern

ab 1953         intensives Zeichnen und Beschäftigung mit dem Porträt

1977 – 1979 Beteiligung an Bildhauersymposien mit überlebensgroßen

                        Sandsteinskulpturen – aufgestellt in Dresden

                        Entstehung mehrerer Sandsteinskulpturen und Porträts in Bronze

seit 1982        Beschäftigung mit Marmor

1981 – 1988 Lehrauftrag an der TU Dresden für „Figürliches Zeichnen“

Zahlreiche Ausstellungen und Projekete, Zahlreiche Skupturen im öffentlichen Raum

Arbeiten befinden sich in zahlreichen auch internationalen Museen und Sammlungen

Inge Thiess-Böttner

25.11.1924 in Dresden geboren | 10.03.2001 in Dresden verstorben

1940                          Bekanntschaft mit Etha Richter.
1943 – 1944              Besuch der privaten Dresdner Malschule von Simonson-Castelli.
1944                          Studium der Malerei an der Dresdner Kunstakademie.
1945 – 1947              Privatschülerin bei Ernst Hassebrauk.
                                   Trümmerfrau an der Dresdner Kunstakademie.
1949                          Fortsetzung des Studiums bei Karl Rade und Wilhelm Lachnit an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
ab 1951                     Freischaffende Künstlerin in Dresden; neben dem eigenen künstlerischen Schaffen war sie tätig in der Werbegestaltung für Messen und Ausstellungen.

Sie arbeitete für Theater, Film und Fernsehen, u.a. als Regieassistentin im DEFA-Studio von Dresden. Erfinderin der Puppenfiguren „Flax“ und „Krümel“. Kostüm- und Maskenbildnerin am „Theater der Jungen Generation“, Dozentin an der Spezialschule für Textilgestaltung.

ab 1957                     Organisation von Ausstellungen zur Dresdner Kunst im eigenen Atelier.
1970 – 1983              Tätigkeit in der Abgusswerkstatt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
1980                          Erste konstruktive Schablonenabdrucke gefertigt.
1983 – 1986              Restauratorin in der Skulpturen- und der Puppentheater-Sammlung in Dresden.
ab 1986                     Beständige Erweiterung ihres bildkünstlerischen Spektrums, z.B. um Fotografie und Keramik.
2000                          Grafikpreis der Dresdner Bank Chemnitz I. Klasse.

Petra Vohland

1953                                      geboren in Zwickau | 2017 gestorben in Weinböhla

1969 bis 1978                      Porzellanmanufaktur Meißen

1975 bis 1978                      Abendstudium an der HfBK Dresden

1978 bis 1983                      Studium Malerei / Grafik an der HfBK Dresden bei Siegfried Klotz und Prof. Günter Horlbeck,

                                               Diplom : Radierzyklus zu Dante Alighieri

seit 1989                               Gründungsmitglied der DRESDNER SEZESSION 89 e.V.

seit 1991                               Mitglied des Künstlerbund Dresden e.V.

seit 2001                               Vorstand Künstlerbund Dresden e.V.

seit 2001                               Leitung der Jugendkunstschule Meißen

2018                                      GARTEN EDEN – Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der ‚galerie drei‘

                                               Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland

Laudatio

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie von Herzen am heutigen Abend im Namen der Sezessionistinnen in der galerie drei zu unserem ersten Ausstellungsprojekt in Dresden im Jahr 2019, für uns einem ganz besondern Jahr, dem Jahr in dem wir unser 30 jähriges Jubiläum mit zahlreichen Ausstellungsprojekten begehen werden. Es sei mir an dieser Stelle gestattet Ihnen von ganzem Herzen ein friedliches Jahr mit viel Kunstgenusss zu wünschen. Bereits am 5. Januar 2019 begann unsere Jubiläumstour mit einer Ausstellung in der Galerie am Park in Wien, die großen Zuspruch fand.

Und nun möchte ich die Gelegenheit nutzen, Kerstin Quandt und Christa Donner im Namen der Sezession 89 Dank zu sagen für ihr Engagement, bei allen Erschwernissen, unsere Geschäftsstelle am Laufen zu halten. Und dafür haben beide unseren Applaus verdient.

Dass eine Gruppe von Künstlerinnen den Mut hat, sich immer wieder innerhalb von dreißig Jahren bildkünstlerisch in gesellschaftliche Diskurse einzumischen ist in der sächsischen Kunstgeschichte einzigartig und vielleicht auch darüber hinaus. Es sei mir gestattet Rückschau zu halten:

Wir hatten es ganz einfach wörtlich genommen, was man uns lehrte, dass es gesellschaftlich keine Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt und wir stießen dennoch im realen Sozialismus an Grenzen, von denen wir nicht wussten, dass diese überhaupt existierten. Wir waren uns nicht im Klaren darüber, dass patriarchalische Lebensphilosophien auch unter unseren männlichen Kollegen dominierten, die sich 1987 ausgeschlossen fühlten, als vier junge Künstlerinnen mit der Ausstellung „Innen/Außen“ gemeinsam ihre Selbstbekenntnisse und Weltsichten offenbarten. Das war irritierend, zumal wir davon überzeugt waren, dass das Geschlecht in Kunstdingen nicht der wesentlichste Aspekt sein sollte, da Kunst nicht nur bildet, sondern aufrüttelt, zum Nachdenken, Querdenken und Phantasieren anregt- und warum sollte man sich dann selbst auseinander dividieren? Aber wahrscheinlich gehören Kunst und Macht und Wahn doch zusammen! Katharsis durch Kunst ist eine Utopie, leider! Die rosarote Brille war gefallen und die Sehnsucht nach Gemeinschaftlichkeit wurde größer, sich auszutauschen über Schaffensbedingungen, Ansprüche und Möglichkeiten, sich auszudrücken und gehört und gesehen zu werden. Als dann nächtens das Staatssystem der DDR implodierte, die Grenzen durchlässig wurden und das bürgerliche Gesetzbuch noch nicht zur Gegenwart gehörte, in dieser Zwischenwelt des nicht mehr und noch nicht, wurde es möglich, sich auch offiziell zusammenzufinden und wir nutzten die Chance, einen Verein zu gründen, die Dresdner Sezession 89, in Anlehnung an die renitenten Abspaltungen des Kunstbetriebes zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in denen Künstlerinnen allerdings nicht zu finden waren, nur als Randnotiz Beachtung fanden.Wir wollten uns nicht abgrenzen, sondern vor allem zeigen, und das explizid, dass Kunst von Frauen keineswegs minder zu bewerten ist, als die von Männern. Und es gab zahlreiche Männer, die wie wir einen Schritt vorausgeeilt waren und ebenso dachten und lebten und auf diese Männer konnten wir uns verlassen. Dass Frau mehr leisten muss, um als kreative Gestalterin wahrgenommen zu werden als Mann, ist kein Geheimnis mehr, ebenso, dass es schwer ist, die Männerbünde im Betriebssystem Kunst zu unterlaufen. Dass es uns aber dennoch gelungen ist, sich dreißig Jahre lang in einem allgemeinem Klima egoistischer Verzerrungen mit idealistischem Anspruch zu behaupten und durchzusetzen, ist mehr als bemerkenswert. Wenngleich auch wir nicht frei von Unstimmigkeiten und Missverständnissen waren, hielten wir dennoch, wenn es darauf ankam, zusammen. Die Euphorie der Anfangsjahre, in denen alles möglich schien, ließ uns mit beherzter Kraft und ungezügeltem Enthusiasmus aneinander reiben und gemeinsam Ausschau halten nach kraftvollen, weiblichen Künstlerpersönlichkeiten, die bei uns und mit uns ausstellten. So errangen wir uns einen Namen weit über die engen Grenzen des Elbtals hinaus. Es hatte sich schnell herumgesprochen, dass man in den Galerien der Sezessionistinnen mit visuellen wie akustischen Überraschungen zu rechnen hatte, dass wir uns nicht nur auf kunsthistorisch begründete und belegte Traditionen beriefen, sondern auch mit Vorliebe Experimentelles, Unkonventionelles zur Schau stellten. Ein androgyner Geist beherrscht uns, so dass wir daran arbeiten, dass Frau und Mann gemeinsam und gleichberechtigt die Welt der nachfolgenden Generationen gestalten sollten. Mit dieser Ausstellung nun verweisen wir ausschnitthaft auf das Werk unserer „Weggefährtinnen“, die bildnerisch eine unverwechselbare Spur hinterlassen haben und an die wir uns erinnern möchten. Ich danke allen Leihgebern, die uns diese Ausstellung ermöglichten, das sind u.a.Hedwig Döbele, Andreas Hegewald, Norma Vohland, Peter Graf, Hernando Leon, Nachlassverwalter und Familien. Ein Statement der 2006 verstorbenen Künstlerin Charlotte Sommer-Landgraf könnte für alle stehen::„Kunst macht keine Kriege und verhindert keine, aber Kunst kann Menschlickeit ausstrahlen und zur Menschlichkeit anregen. Kunst verhält sich kritisch zur Zeit, weil sie auf der eigenen Verantwortung des Künstlers beruht.“ Weithin sichtbar ist auf der Neustädter Seite im Palaisgarten ihre Marmorskulptur eines abstrahierten aufsteigenden Engels mit dem Titel „sich befreien“ von 1987, die 1990 aufgestellt wurde. Auf Anregung ihres Mannes begann sie sich seit 1987 mit Computergrafik zu beschäftigen. Günter Landgraf entwickelte eigens für sie Programme. Die mit dem Computer gezeichnete Grafik begleitete ihr bildhauerisches Werk, gab diesem Impulse. Durch Schichtung, Überlagerung und Zusammenfügung von farbigen Lineaturen und Flächen entstand ein spannungsvoller, lebendiger Rhythmus, der den Betrachter gleichermaßen fordert wie das skulpturale Werk der Künstlerin. Gemeisam mit ihr experimentierte auch Inge Thiess-Böttner (gestorben 2001) ein paar Jahre, welche als bedeutende Vertreterin eines lyrisch ausgeprägten Konstruktivismus gilt. Am 21. November 1958 schrieb Max Schwimmer, Lehrer und Freund von Sigrid Artes, auf einer Postkarte an die damals 25-jährige:

„Hat Dich die Kunst berührt? Bist Du ans Kreuz geschlagen? Preise Dein Los und genieße das bittersüße Glück des Nichtalltäglichen, des Nicht-anders-Könnens. Immer sind neue Abenteuer zu bestehen, Linie und Farben sind die Ausgangspunkte, und alle Gestaltungsmöglichkeiten wohnen schon in ihnen, aber Schätze hebt nur, ‚wer immer strebend sich bemüht.“ Sie hat viele Schätze gehoben mit einem expressiven Realismus im Porträt und in der Landschaft. Ein Jahr später, 2017, nahmen wir Abschied von Petra Vohland. Sie thematisierte auf ihren Arbeiten die Vertreibung aus dem Paradies, das Ringen, das Hadern, das Irren, das Hoffen und das Lieben und blieb der Figur verhaftet. Spitz und kantig bewegen sich die Linien und umkreisen das in die Welt Geworfensein des Menschen, der sich selbst finden muss. Die Figur agiert in offenen Räumen, die nur vage angedeutet sind und wird von allen Seiten attackiert. Kerstin Diallo schied 2018 aus dem Leben und hinterließ sensible Radierungen und Zeichnungen, die abstrakt figürlich lesbar sind und gleichnishaft das menschliche Ringen um Harmonie im universellen Kosmos beschreiben. Viel zu früh verstarb Christine Littwin, es war bereits 1995. Aufmerksam beschrieb sie in den Arbeiten ihr persönliches Umfeld. Ursula Rzodeczko starb im Alter von 88 Jahren 2017 still und zurückgezogen mitten unter ihren vielen Bildern in der 8. Etage eines Dresdner Hochhauses. Ihre Stärke war die Farbe. Prof. Kettner äußerte sich einmal anerkennend über sie:“..sie färbt nie Form, sondern formt aus Farbe.“ Stillleben, Porträts und Akte waren ihre Sujets. Bis zum Schluss arbeitete sie an einem Porträt ihrer geliebten Schwester Edith, die bereits 1984 verstarb. Wir sind glücklich auch von dieser vergessenen Künstlerin Arbeiten zeigen zu können. Die teilweise hell gleißenden, ätherisch durchlichteten Arbeiten von Christiane Just verschweben in einem unaufhaltsamen, dynamischen Fließen von Farbströmen und Farbklängen, die verbal kaum zu fassen sind. In diesem Universum, das sich wellenartig ausbreitet, findet man  ornamental verwandelte Zeichen für Augen und Münder, für Pflanzen und Tiere, für Menschen, die im Reigen der vier Elemente von Feuer, Wasser, Luft und Erde miteinander auf Gedeih und Verderb verbunden sind. Sie legte 2011 den Pinselaus der Hand. Gudrun Oltmanns besetzte im Frühjahr 1991 mit weiteren Künstlerinnen und Absolventinnen der Kunsthochschule die alte Feuerwache in Dresen Loschwitz, um verschiedene Kunstformen und Kulturprojekte zu verwirklichen. Es war die Geburtsstunde des Vereins Alte Feuerwache e.V. 2001 verstarb sie nach langer Krankheit. Volker Lenkeit schrieb über sie:

“Als Künstler gottgleich schuf sie ihre Wesen aus Ton, in den Formen des Lebens, dem Samenkorn, dem Halm und immer wieder die menschliche Figur, löste sie die Schwere der Erde auf und kombinierte ihre scheinbar unvollkommenen Figuren oft mit der Perfektion der Natur.“ Natürliche Leichtigkeit durchzieht alle ihre Arbeiten. Margarita Pellegrin, 2016 gestorben hatte einen unverwechselbar eigenen Figurenkanon entwickelt. Sie beschäftigte sich mit Textildesign, Malerei, Grafik, Zeichnung und dem Medium der Installation. Auf den Bildern von Hertha Günther,  die 2018 ihre Augen für immer schloss, wurde Alltägliches zum Besonderen. Ihre Porträts und Cafe-Interieurs waren geschult mit Blick auf die großen Veristen der 20er Jahre. „Melancholie und Tristesse umweht die Schönen“, heisst es in einem Artikel.

Im Kabinett sehen sie neue Arbeiten von Annerose Schulze mit dem lebenszugewandten Titel „lustvoll-analog“.

Lustwandeln sie also durch unsere Ausstellungen und erinnern sie sich und entdecken sie die Werke für sich neu.

Dank gilt an dieser Stelle auch Thomas Bawolski für die konstruktive Hilfe beim Ausstellungsaufbau.                                                                  

Karin Weber


s e l b s t I M B I L D

Christa Donner, Kerstin Franke-Gneuß, Rita Geißler, Annina Hohmuth, Christine Heitmann, Christiane Latendorf, Gerda Lepke, Kerstin Quandt, Gabriele Reinemer, Annerose Schulze, Thea Richter, Irene Wieland, Nadine Wölk | X-IntAkt

Malerei | Graphik | Plastik | Installation | KUNSTSPIELKARTE

05.01. – 31.01.2019

 

Galerie am Park

Liniengasse 2a, 1060 Wien

Einladung als PDF

Portraits als PDF

Präsentation Galerie am Park Wien

 

 

 

 

 

Mittwoch bis Freitag 16 – 19 Uhr, sowie auf Anfrage +43 6765097179

Eröffnung am Samstag, den 05.01.2019, 19 Uhr

Einführung: Karin Weber [Kunstwissenschaftlerin/Galeristin]


2019 Beteiligungen


AUS SACHSEN | Zeitgenössische Malerei und Grafik aus der Sammlung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Kunstsammlungen Chemnitz

26.01. – 22.04.2019

u.a. Kerstin Franke-Gneuß, Angela Hampel, Christine Heitmann, Bärbel Kuntsche, Gerda Lepke, Kerstin Quandt, Thea Richter, Gudrun Trendafilov

 

Kunstsammlungen am Theaterplatz

Theaterplatz 1 | 0911 Chemnitz


2018


KUNST* GEWINNEinladungskarte Kunst* Gewinn

Christa Donner, Kerstin Franke-Gneuß, Rita Geißler, Victoria Graf, Christine Heitmann, Wiebke Hermann, Annina Hohmuth, Christiane Latendorf, Gerda Lepke, Kerstin Quandt, Gabriele Reinemer, Thea Richter, Vivien Schlecht, Annerose Schulze, Irene Wieland, Nadine Wölk

05.12.2018 – 12.01.2019

 

Kabinettausstellung: TRANSIT | Kerstin Franke-Gneuß

Einladung als PDF

„K U N S T * G E W I N N“ – mit dieser Jahresendausstellung 2018 in der ‚galerie drei‘ evaluieren die Künstlerinnen der Dresdner Sezession 89 e.V. und drei Gastkünstlerinnen mit ihren Arbeiten ihre jeweilige eigene Position um die Fragestellungen: Welche Rolle und welchen Wert hat die KUNST* in der Gesellschaft und im Leben eines jeden einzelnen Menschen heute? Was vermag KUNST* zu bewirken? Wie sollte KUNST* heute wirken? Wie leben und arbeiten KünstlerInnen heute? …

 

2019 feiert die Künstlerinnenvereinigung Dresdner Sezession 89 e.V. ihr 30-jähriges Bestehen. Dabei stand und steht weiter das Sichtbarmachen und Fördern der Arbeit von Künstlerinnen an zentraler Stelle. Wir können auf ein überaus breites, vielseitiges Spektrum an Aktivitäten der vergangenen drei Jahrzehnte zurückblicken, erfuhren viel positive Resonanz, erfreuten uns an Erfolgen und Zuspruch, sehen aber auch die Probleme und Fragen der Zeit und setzen uns programmatisch damit auseinander.

 

Eine KUNST*LOTTERIE soll neben dem überraschenden Gewinn eines Kunstwerkes bei Erwerb eines Loses und dem Spiel mit dem Zufall zum einen Fragen aufwerfen und zum anderen Unterstützung sein für die Realisierung geplanter Initiativen im Jubiläumsjahr 2019. Also greifen Sie zu!

 

Eröffnung am Samstag, den 01.12.2018, 19.00 Uhr

Kunstlotterie zur Unterstützung der Projekte zum Jubiläum 30 Jahre Dresdner Sezession 89 e.V.

Einführung: Karin Weber [Kunstwissenschaftlerin | Galeristin]

Jahresabschlusskonzert mit BUCKIJIT am Donnerstag, den 13.12.2018, 20 Uhr


K U N S T * L O T T E R I E Los Kunst*Lotterie

Samstag, den 01.12.2018, 20.00 Uhr | Los 50 € | keine Nieten

Christa Donner, Kerstin Franke-Gneuß, Rita Geißler, Victoria Graf, Christine Heitmann, Wiebke Hermann, Annina Hohmuth, Christiane Latendorf, Gerda Lepke, Kerstin Quandt, Gabriele Reinemer, Thea Richter, Vivien Schlecht, Annerose Schulze, Irene Wieland, Nadine Wölk

 

Portfolio als PDF

 

Werke

1 | Rita Geißler | Boddenlandschaft | 2011 | Radierung | 22 x 42 cm | Kunstlotterie3 | Christa Donner | P.S. | Plakette | 2017 | Terracotta engobiert | Durchmesser 13 cm | Kunstlotterie4 | Wiebke Herrmann | Preacher | 2015 | Siebdruck-siebenfarbig | 52 x 36 cm | Kunstlotterie5 | Kerstin Franke-Gneuß | Doppelt | 2018 | Aquatintaradierung | 39,5 x 24,5 cm | Kunstlotterie6 | Gerda Lepke | Aphrodite und Triton | Siebdruck | 20,5 x 20,5 cm | Kunstlotterie

8 | Rita Geißler | 2017 | Aquarell/Ölpastell | 40 x 30 cm | Kunstlotterie9 | Viktoria Graf | Quintessenzen | 2018 | Mischtechnik auf Papier | 20 x 20 cm | Kunstlotterie10 | Christa Donner | Frau mit Hund | 2018 | Terracotta engobiert und glasiert | Höhe 23 cm | Kunstlotterie11 | Nadine Wölk | RW | 2017 | Acryl und Acryllack auf Leinwand | 20 x 20 cm | Kunstlotterie12 | Kerstin Franke-Gneuß | Wechsel | 2017 | Aquatinta | 26,7 x 43,3 cm | Kunstlotterie7 | Vivien Schlecht | Libertine | 2017 | Öl auf Leinwand | 40 x 30 cm | Kunstlotterie

13 |  Annina Hohmuth | Druck auf auf Seide Filz Wachs | 30 x 26 cm | Kunstlotterie14 | Rita Geissler | Buhnen | 2014 | Aquatinta | 24,5 x 22 cm | Kunstlotterie15 | Thea Richter | Keimen 1623 | 2017 | Acryl/Tusche auf Transparentpapier | 30 x 25 cm | Kunstlotterie16 | Nadine Wölk | Mustache VI | 2012 | Acrcyl/Acryllack auf Leinwand | 18 x 12,5 cm | Kunstlotterie17 | Rita Geißler | Vier Bäume | 2006 | Radierung | 21 x 25 cm | Kunstlotterie

 

18 | Irene Wieland | Landschaft II | 2018 | Mischtechnik auf Pappe | 22 x 33 cm | Kunstlotterie19 | Christiane Latendorf | Der Grüne Fisch | 2001 | Tempera | 30 x 40 cm | Kunstlotterie20 | Annina Hohmuth | SA II 2018 | Druck auf Seide/Filz/Wachs | 30 x 26 cm | Kunstlotterie21 | Annerose Schulze | Bewahren | 2017 | Collage Japanpapier Seidenstick | 15 x 15 cm |Kunstlotterie

 

22 | Nadine Wölk | Thuringia Snack II | 2016 | Acryl/Acryllack auf Leinwand | 15,5 x 17 cm | Kunstlotterie23 | Christiane Latendorf | Spatzen | 2014 | Acryl auf Leinwand | 40 x 40 cm | Kunstlotterie24 | Gerda Lepke | Skizzenblatt | 2013 | Aquarell/Tusche auf Rechenpapier | 20,3 x 14,5 cm | Kunstlotterie25 | Kerstin Quandt | Moritzburger Skizzen Nr. 8 | ..der ritt.. | 2018 | Tusche/Aquarell auf Transparentpapier und Skizzenpapier/geschichtet | 21 x 30 cm | Kunstlotterie26 | Annerose Schulze | Flüsterblätter II / Blatt 3 | 2018 | Collage Transparentpapiere Seidenstick | 15,5 x 15,5 | Kunstlotterie

27 | Rita Geißler | In Franziskas Garten | 2016 | Aquarell/Ölpastell | 40 x 30 cm | Kunstlotterie28 | Nadine Wölk | Underdog II | 2018 | Acryl<7Acryllack auf Leinwand | 17 x 17 cm | Kunstlotterie29 | Annerose Schulze | inspiriert sein | 2018 | Collage/Japanpapiere/Seidenstick | 15 x 15 cm | Kunstlotterie30  | Thea Richter | Keimen 1643 | Acryl/Tusche auf Transparentpapier | 30 x 25 cm | Kunstlotterie31 | Annerose Schulze | Flüsterblätter II Blatt 1 | Collage/Japanpiere/Seidenstick | 15 x 15 cm | Kunstlotterie32 | Kerstin Quandt | simple storys Nr. 11 ..bubbles.. | farbige Tuschen/Aquarell auf Millimeterpapier | 30 x 21 cm | Kunstlotterie

 

33 | Gabriele Reinemer | Roter Strahling | | 2018 | stabilo point | 20 x 15 cm | Kunstlotterie34 | Annerose Schulze | Flüsterblätter II /Blatt 2 | 2018 | Collage/Japanpapiere/Seidenstick | 15 x 15 cm | Kunstlotterie35 | Irene Wieland | Landschaft I | 2018 | Mischtechnik auf Pappe | 22 x 33 cm | Kunstlotterie36 | Nadine Wölk | Music III | Acryl/Acryllack auf Leinwand | 25 x 19,5 cm | Kunstlotterie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Z.E.I.C.H.N.U.N.G.E.NEinladungskarte Z.E.I.C.H.N.U.N.G.E.N.

Susan Donath | Verena Eichhorn | Kosima Foroghi |Anne Frühauf | Maja Gratzfeld | Fatma Güdü | Eva Jünger | Klara Meinhardt | MUAH | Ulrike Mundt | ORLANDO | Karen Packebusch | Lisa Pahlke | Sylvia Pásztor | Nadja Poppe | Elisabeth Richter | Marta dal Sasso | Anja Seidel

13.10. – 17.11.2018

 

Kabinettausstellung: Kerstin Quandt

Einladung als PDF

Ausstellungseinblick

 

 

 

Z.E.I.C.H.N.U.N.G. – die „pointierte“ Schreibung des Ausstellungstitels verunsichert: Zeichnung lässt sich nicht auf den einen Punkt bringen. Daher gilt es, die Vielfalt bildkünstlerischen Umgangs mit der Linie an markanten individuellen Positionen zu erkunden.

## Dresdner und Berliner Künstler*innen wagen Konfrontation und Dialog: Es begegnen einander meisterlicher Duktus, Kritzelei, ausgefeilte Drucktechnik, Fotografie, Scherenschnitt, Textilkunst, Performance und Skulptur.

Das in der Kunst Gezeichnete ist meist die vom Leben gezeichnete Kreatur, die nicht weiß, wie ihr geschieht. Mit Taktiken des Be­-, Ver- und Überzeichnens spielt die Autorenlesung zur Vernissage (Dr. Alexander Wiehart).

 

Eröffnung am Freitag, den 12.10.2018, 19.30 Uhr

Autorenlesung Mäki Closch, „Die Überzeichneten. Oder: Lächeln ohne Weltraum“, 20 Uhr, ca. 45 min

Künstlerinnengespräch am Samstag, den 27.10.2018, 11 Uhr

Finissage am Samstag, den 17.11.2018, 20 Uhr


f a i l e d  f i l t e r

cutout

Patricia Westerholz

25.08. – 29.09.2018

 

Kabinettausstellung: Christa Donner

Einladung als PDF

Patricia Westerholz failed filter #01 2018 cut out 140 x 200 x 1,5 cm Foto: Andreas KempePatricia Westerholz failed filter / flags #03 2018 cut out 70 x 100 x 1,5 cm Foto: Andreas KempePatricia Westerholz Serie failed filter / flags #04 2018 cut out 70 x 100 x 1,5 cm Foto: Andreas Kempe

 

Die Papierschnitte der Dresdner Künstlerin Patricia Westerholz verhandeln eine Dechiffrierung von Architektur durch ihre fragmentierte Übertragung in das Papier, so dass weniger die Bildfindung selbst als vielmehr die Übersetzungsleistung im Vordergrund steht. Gotische Kirchendecken, Bodenmuster aus dem alten Thessaloniki sind ebenso wie Bunkerfluchttreppen aus dem zweiten Weltkrieg gleichwertiger Verhandlungsgegenstand.

Aktuell widmet sich die Künstlerin in einer Serie von Cutouts dem Motiv der Fahne, löst deren Zugehörigkeit stiftenden Eigenschaften durch eine abstrahierende Übertragung in die Papierschichten auf und erweitert ihr Repertoire zum ersten Mal um ein sich in Bewegung befindendes Objekte. Die Fahne wird in ihrer Rolle als Stellvertreter zu einem „failed filter“ von Gemeinschaft.

Patricia Westerholz, geboren 1966 in Landshut, studierte von 1995 bis 2001 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden Malerei, Grafik und Übergreifendes künstlerisches Arbeiten und schloß nach dem Diplom ein Meisterschülerstudium bei der Professorin Ulrike Grosshardt an.

Zahlreiche Stipendiem ermöglichten ihr Arbeitsaufenthalte im Ausland so u.a. in New York (USA), Senegal und Straßburg (Frankreich). Ebenso umfangreich ist ihr bisher absolviertes Ausstellungsprogramm im In- und Ausland wie auch ihre Teilnahmen an Wettbewerben Kunst am Bau. In Dresden, Altenburg und Chemnitz konnte sie bereits baubezogene Projekte realisieren.

Ihr künstlerisches Wirken ist der konkreten wie konstruktivistischen Abstrakte zugewandt, wächst dabei konzeptuell noch darüber hinaus. Beeindruckend ist ihre Experimentierfreude und ihr souveräner Umgang mit Materialien und Techniken. Dabei entstanden Werke mit verblüffenden Formfindungen wie auch spannende Interaktionen in urbane Räume.

Patricia Westerholz  engagiert sich zudem als Mitglied und Leiterin des kuratorischen Teams der 2010 gegründeten GALERIE URSULA WALTHER. Dieser Ausstellungsort im Stadtzentrum Dresden hat sich besonders der jungen Kunstszene verpflichtet und ist bekannt für innovative Präsentationen zeitgenössischer Kunst.

 

Eröffnung am Freitag, den 24.08.2018 , 19.30 Uhr                             

Einführung: Moritz Stange

Künstlerinnengespräch am Samstag, den 01.09.2018, 11.00 Uhr


NOW. HORIZON

Malerei | Grafik | Plastik

Meisterschülerinnen der Hochschule für Bildende Künste Dresden

Darja Eßer | Teresa Hillinger | Vivien Nowotsch | Sandra Rosenstiel | Caroline Scheel

30.06. – 28.07.2018

 

Kabinettausstellung: selbst im BILD Künstlerinnen der Dresdner Sezession 89 e.V.

Einladung als PDF

Darja Eßer, Wanderer, 2017, Tusche auf Papier, 26 x 18 cmTeresa Hilliger, Straße, 2018, Acryl auf Leinwand, 82x104 cmVivien Nowotsch, Revanche (Variation), 2016,  Mehrfarbige Lithografie, 42 x 30 cmSandra Rosenstiel verbund 01  2017  Aluminium, Basaltstein  0,24m x 0,20m x 0,25mCaroline Scheel o.T.(Gemeinsam), 2017, Öl auf Seide, grundiertes Papier, 115 x 125 cm heller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teresa Hilliger [Vita] Teresa Hilliger [Text]

Vivien Nowotsch [Vita] Vivien Nowotsch [Statement]

Sandra Rosenstiel [Vita Texte]

Caroline Scheel [Vita]  Caroline Scheel [Statement]

Eröffnung am Freitag, den 29.06.2018 , 19.00 Uhr                             

Einführung:    Teresa Ende [Kunsthistorikerin]

Musik:              Benjamin Arnold [Cello]

Performance: „Rende-vous“  Victoria Gentsch und Katsiaryna Matsesha

Finissage mit Künstlerinnengespräch am Samstag, den 21.07.2018, 16.30 Uhr


Selbstportrait – Frauenbild

Malerei | Grafik | Video | Skulptur 

05.05. – 09.06.2018

 25 Künstlerinnen  aus Wien [A]  

intakt Internationale Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen  

Stella Bach // Irmingard Beirle // Maria Bergstötter // Ilse Chlan // Crisfor // Fria Elfen //
Lisa Est // Suchra Gummelt // Gerti Hopf // Friederike Hubatschek // Gudrun Kaitna-
Engel // Ines Kaufmann // Ivica Krošláková // Leonie Lehner // Sarah Mang // Gabriela
Nepo-Stieldorf // Tanya Niedermüller // Gisela Reimer // Lena Rot // Edda Seidl-Reiter //
Mitra Shahmoradi // Christiane Spatt // Linde Waber // Ingrid Wald // Ute Walter

 

Kabinettausstellung: selbst im BILD Künstlerinnen der Dresdner Sezession 89 e.V.

Christa Donner, Kerstin Franke-Gneuß, Rita Geißler, Christine Heitmann, Annina Hohmuth, Christiane Latendorf, Gerda Lepke, Kerstin Quandt, Gabriele Reinemer, Thea Richter, Annerose Schulze, Irene Wieland, Nadine Wölk

 

Einladung als PDF

Katalog als PDF

Bilder

Sarah Mang_ My deer ancestors portrait with yarn Edda Seidl-ReiterintAkt Gruppenfoto

Projekt

Eröffnung am Freitag, den 04.05.2018, 19.30 Uhr

Einführung: Gudrun Kaitna-Engel – zum Projekt IntAkt

                      Ingrid Gaier [M Mag.a MA] – Werkbesprechung

 

„ S e l b s t p o r t r ä t – F r a u e n b i l d “ – diese Ausstellung in der ‚galerie drei‘ ist der Auftakt eines Austauschprojekts zwischen den zwei Künstlerinnengruppen IntAkt – Internationale Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen aus Wien (Österreich) und den Künstlerinnen der Dresdner Sezession 89 e.V..

 

Vom 5. Mai bis zum 9. Juni 2018 visualisierten 25 Künstlerinnen aus Wien in einer Werkschau vielgestaltiger Handschriften

und Sichtweisen ihr ‚Selbst-Bild‘ im Kontext der derzeitigen Gesellschaft. In den künstlerischen Medien Malerei, Grafik, Skulptur

und Video drücken die Frauen aus Wien ihre Selbstwahrnehmung im ‚Hier‘ und ‚Jetzt‘ aus, machen so ihr Dasein und ihre Präsenz

im Kontext und in der Wechselwirkung mit den sie umgebenden Parametern sichtbar. In jedem Einzelwerk spiegelt sich so die

Situation und die Sicht der Künstlerin von sich selbst. Kulturelle Einflüsse, die persönliche Entwicklung und das Selbstverständnis

bilden den Ausgangspunkt für Projektion und Rückwirkung zur Betrachtung der aktuellen, sich stetig wandelnden „Frauenbilder“

in Kunst und Gesellschaft.

Zur Vernissage am Freitag, den 4. Mai 2018, 19.30 Uhr stellte die Künstlerin Gudrun Kaitna-Engel die Vereinigung

Internationale Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen aus Wien (Österreich) und die Projektidee öffentlich vor.

Mit Ingrid Gaier (M Mag.a MA) erfolgte dann eine Einführung in die Werkpräsentation.

Im Kabinett der ‚galerie drei‘ waren im Rahmen dieses Projekts Arbeiten der Künstlerinnen der Dresdner Sezession 89 e.V.

als „selbst im Bild“ zu sehen.

2019, im Jahr des 30-jährigen Jubiläums der Dresdner Sezession 89 e.V., folgt als künstlerischer und kulturpolitischer Austausch

eine Ausstellung der Künstlerinnen der Dresdner Sezession 89 e.V. in Wien.

 

Gudrun Kaitna-Engel (Künstlerin und Projektkoordiantion) zu Anlass und Ziel des Projekts „ S e l b s t p o r t r ä t –  F r a u e n b i l d “

der IntAkt – Internationale Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen aus Wien (A):

„Der ursprünglichen Idee folgend, einer sich international entwickelnden und von Galerie zu Galerie und von Land zu Land wachsenden Wanderausstellung, stellt dieses Austausch-Projekt der IntAkt mit der Galerie drei eine erste Initiative dar, um Präsentationen wie das „Selbstporträt von Künstlerinnen“ und in Folge „Positionen von Künstlerinnen“ mit dem „Frauenbild“ in der Gesellschaft (- es gibt, streng genommen, eigentlich nur „Frauenbilder“) , durch internationale Vernetzung zu verbinden. Die Idee entstand anlässlich der „40Jahre IntAkt – Selbstporträt Kontext Frauenbild“- Ausstellung 2017 in Wien.

Der seit 40 Jahren bestehende Frauenkunstverein IntAkt, situiert in Wien, konfrontiert sich hier in der Galerie drei in Dresden mit Werken der Bildenden Kunst und mit Austausch-Gesprächen mit den Künstlerinnen der Galerie Drei. Unterschiedliche Rahmenbedingungen der Vergangenheit, Herausforderungen der Gegenwart und Zielsetzungen dieser bedeutsamen beiden Frauen-Kunst-Vereine treffen aufeinander, ebenso wie sehr individuelle Darstellungen des „Selbst“ und vielfältige Meinungen über das aktuelle Bild der Frau in der Öffentlichkeit.

Bildende Kunst als Anlass für Gemeinsamkeiten des feministischen Diskurses, konnotiert mit diversen historischen Vektoren, internationalen, europäischen  und auch sehr individuellen Sichtweisen, gibt hier den Anstoß für die Entstehung eines  intensiven kulturellen Konglomerats, das interessante Ergebnisse erwarten lässt.

Ob aus Fragen und Manifesten, die als Grundlage postuliert werden, Antworten oder wieder Fragen entstehen, positioniert dieses Projekt als Herausforderung und schafft Grundlagen – als Experiment –  für einen offenen, lebendigen und internationalen Diskurs, der eine Fortsetzung erwarten lässt.“


Nicht nur Städte…

Ulla Andersson

Malerei und Grafik

17.03. – 21.04.2018

 

Kabinettausstellung: Christiane Latendorf

Einladung als PDF

Eröffnung am Freitag, den 16.03.2018, 19.30 Uhr

Einführung: Dr. Jördis Lademann [Kunsthistorikerin]

Musik: Andrea Homann [Violine]

             Karoline Macsai-Strobl [Cello]

Künstlerinnengespräch am Samstag, den 07.04.2018, 17.00 Uhr

 

Ulla Andersson, Jüdisches Viertel in Mähren 2014 und 2018, Acryl auf Leinwand, 45 x 50cmUlla Andersson, Görlitz, Kohlezeichnung, 42 x 59 cmUlla Andersson

Ulla Andersson, geboren 1940 in Gera, studierte nach dem Abitur und einer Buchhändlerlehre von 1962 bis 1967 Kunsterziehung und Deutsch und arbeitete danach im Schuldienst wie auch im Buchhandel. In den Jahren der Berufstätigkeit widmete sie sich weiter und zunehmend intensiv der bildkünstlerischen Auseinandersetzung besonders in den Medien Malerei und Grafik. 1979 wendet sie sich insbesondere der druckgrafischen Technik Lithographie zu. Seit 1990 ermöglichten ihr zahlreiche Studienreisen und Stipendien eine Vertiefung ihres grafischen wie auch malerischen Könnens. Dabei ist es vor allem das Sujet Landschaft, verstanden als ein lebender, sich ewig wandelnder Organismus immer wieder ihr Medium des visuellen Erlebens zur Bewältigung bildkünstlerischer, gestalterischer Fragen um Form und Ausdruck. Es sind vor allem urbane Räume, die ihre ornamentalen Bildwelten bestimmen.

Ulla Andersson 2018

“Immer wieder male ich Häuser. / Das Haus, die Häuser(gruppe), das Häusermeer. / Das Haus ist ein Symbol, ein Ausdruck der Geborgenheit. Doch da gibt es die Vielfalt – Altbau – Denkmal, Verfall und Zerstörung, Neubau mit Be- oder Verbauung, Isolation und Gemeinschaft. / Dazu kommen Fabriken, Bahnhöfe, Brücken, Zelte, Häfen, Boote und Landschaft, Straßen und manchmal … Menschen. / Es sind meine Entdeckungen in der näheren Umgebung und auf Reisen, skizzierend und fotografierend. Bilder, Malerei, Zeichnung und Drucke entstehen danach. / Mehr als die Farbe reizt mich die Form. Dabei strebe ich nach Vereinfachung, Reduktion, Weglassen zugunsten des Wesentlichen.”

Dr. Jördis Lademann  2015

“Sie will das Allgemeingültige, das einer Form noch bei größtmöglicher Vereinfachung innewohnende Charakteristische ergründen und transparent machen in Bezug zu anderen, ebenso reduzierten Formen und Farben. Vieles behandelt sie geradzu zeichenhaft… So sucht sie Ordnung in der Fläche, treffende Formen und Farben. Sie nimmt Motive stark zurück zugunsten klarer Überschaubarkeit, ja regelrechter Monumentalität auch kleiner Dinge.”


GARTEN EDEN Einladung Petra Vohland

Petra Vohland  Gedenkausstellung

Zeichnung, Malerei, Grafik

27.01. – 03.03.2018

 

Einladung als PDF

Sebastian Hennig „Aus der-Spannung der Gegensätze“, Meissner Tageblatt, 20.02.2018

Karin Weber, Dresdner Neueste Nachrichten, 21.02.2018

Eröffnung am Freitag, den 26.01.2018, 19.30 UhrKatalog Petra Vohland, Garten Eden, Hrsg. Dresdner Sezession 89 e.V., 2017, A.Kat., Texte: Prof. Jürgen Schieferdecker, Karin Weber, ISBN  978-3-00-058258-5

Einführung Karin Weber [Kunstwissenschaftlerin]

Musik Peter Koch [Cello]

2017 erschien ein Katalog mit freundlicher Unterstützung

von privaten Spendern und

Petra Vohland, ohne Titel, ohne Jahr, Mischtechnik, 55 x 70 cm, Foto: Hans StrehlowPetra Vohland, 0hne Titel, 1988, Graphit/Tusche/Gouache, 42 x 60 cm, Foto: Hans StrehlowPetra Vohland, Venedig, ohne Jahr, 72,5 x 85 cm, Foto: Hans Strehlow

Petra Vohland 2006

Ganz unerwartet verstarb Petra Vohland am 31. Januar des vergangenen Jahres und hinterließ nicht nur in der Dresdner Sezession 89 e.V. als deren Gründungsmitglied und Sprecherin eine schwer zu schließende Lücke. Mit ihr verloren wir auch eine sehr geschätzte Künstlerin, Kollegin und ein engagiertes Mitglied im Vorstand des Künstlerbundes Dresden. Es ist uns ein Herzensanliegen, mit dieser Präsentation sowohl das Werk wie auch eine außergewöhnliche Künstlerinnenpersönlichkeit zu würdigen.

1953 in Zwickau geboren, erhielt sie zunächst eine Ausbildung an der Meißner Porzellanmanufaktur, um dann ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Malerei und Grafik aufzunehmen, dass sie 1983 mit einem Diplom abschloss.

Schon sehr früh war erkennbar, dass für die Künstlerin die Zeichnung das für sie authentischste Ausdrucksmittel für ihre bildkünstlerische Auseinandersetzung sein wird.

Bekannt war auch ihr ausgesprochen hohes Engagement in der Kunstvermittlung und Lehre für Kinder und Jugendliche an einer von ihr geleiteten Jugendkunstschule in Meißen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, dass Einblicke ermöglicht in das zeichnerische und grafische Oevre von Petra Vohland. Diese Publikation wurde freundlich unterstützt vom Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden, der Dresdner Stiftung für Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und zahlreichen privaten Spendern und einer engagierten Redaktion. Ein besonderer Dank für die Bereitstellung der Werke geht an die Tochter Norma Vohland.

Die Kunstwissenschaftlerin Karin Weber hat die Künstlerin über viele Jahre begleitet und ihr Schaffen in einer dazu im Katalog verfassten Laudatio gewürdigt:

„Petra Vohland gehörte zu den stillen, nachdenklichen und handelnden Künstlerinnen. …Sie reflektierte sensibel die Geschehnisse in der Welt und war immer wieder bereit, im übertragenen Sinne Archen zu bauen. Sie war ein eigensinniges, bildnerisches Talent, das sich seit Kindertagen zeichnend das Leben eroberte. … Sie spürte intuitiv gesellschaftliche Verwerfungen und Brüche, die Diskrepanz von Wollen und Können und versuchte, erstarrte Grenzen zwischen dem Gestern und dem Heute durchlässig zu machen.

…Sie thematisierte die Vertreibung aus dem Paradies, das Ringen, das Hadern, das Irren, das Hoffen und das Leben …sie fand in metaphorischen Formen einer fein gesponnenen Poesie, ganz der figürlich-expressiven Tradition verpflichtet, eine sehr sinnliche Möglichkeit, ihre Welterkenntnis, ihre Beunruhigung an den Betrachter weiterzugeben. …Manches bleibt angedeutet, anderes ist klar ausformuliert. Die Offenheit der Kompositionen impliziert viele Interpretationsmöglichkeiten. … die Verläufe, Begegnungen, Bündelungen und Ausstrahlungen der Linien sind elementare, grafische Ereignisfelder, sind Bedrängung und Befreiung gleichermaßen. Es handelt sich um Zeugnisse einer großartigen Zeichenkunst von hoher sinnlichen Präsenz und vereinnahmender Kraft.“