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2022


Bitte beachten Sie, dass die regulären Öffnungzeiten: Donnerstag: 16.00 – 19.00 Uhr | Freitag und Samstag: 15.00 – 18.00 Uhr | für dieses Ausstellungsprojekt ausgesetzt sind.


HANDLUNGSRAUM Martina Wolf video still// Weiterführung

Martina Wolf

11.07. – 10.09.2022

 

1. / 3. /  8. /  10. /  25. August 2022 | 15.00 – 18.00 Uhr

sowie nach telefonischer und Email-Vereinbarung

Gesprächsmöglichkeiten mit der Künstlerin

Einladung als PDF

Martina Wolf 2021 Glasbausteine Installation Treppenhaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

artiststatement

Nach einer kurzen Arbeitphase im Raum der galerie drei im Jahr 2019, auf Einladung von Ines Beyer im Rahmen ihres Projektes Zwischennutzung, möchte ich 2022 in einem wiederholten Aufenthalt meine Arbeiten fortsetzen und ausbauen. In meinen Video- und Fotosequenzen nehme ich Bilder aus festen Perspektiven über längere Zeiträume auf. In die Dauer der Sequenzen und in den Zeitversatz der Fotografien werden sowohl die aktuellen Zustände als auch die Veränderungen des Motivs eingeschrieben. Die Gegenwart und die Zeitspanne erzeugen zwei Zeit-Bild-Möglichkeiten, die sich in meinen Aufnahmen überschneiden und überlagern. In Form einer medialen Umkehrung lasse ich das Allmähliche und die Dauer in den Fotografien sichtbar werden. Das Gleichzeitige und der Moment erscheinen zentral in meinen Video-Bildern.

Über den Projektzeitraum werde ich im Galerie-Raum, in den Fensterausblicken und in Gegenständen die Motive meiner regelmäßigen Aufnahmen finden. Im Beobachten und in Versuchen erarbeite ich eine Auswahl, die ich zu Foto-Abläufen und Video-Flächen zusammenstelle. Mit den in der Galerie sichtbaren Präsentationen möchte ich das Gedächtnis und die Abstraktionsleistung des Vergleichens provozieren und in ein aufmerksames Betrachten führen. Das Sehen kann sich vom Ereignis lösen und in einen bewußten Prozess der Zeitwahrnehmung übergehen. Ich lade die Besucherinnen und Besucher ein, meiner Tätigkeit eine Zeit lang zu folgen und sich in die Struktur meiner Arbeiten einzulassen.

Information

Erklärung zum Projekt Handlungsraum seit 2020

HANDLUNGRAUM

bedeutet die Fokussierung der Förderung der zeitgenössischen Kunst von Frauen, deren Arbeit sich vorrangig im konzeptionellen Bereich wie auch in den neuen visuellen Medien bewegen und deren Inhalte von übergreifenden Themen geleitet sind. Dabei verlegt die eingeladene Künstlerin ihre künstlerische Arbeit für einen bestimmten Zeitraum in die Galerie, d.h. in die öffentliche Wahrnehmung und gewährt so interessierten Besuchern einen Einblick in die Prozesse ihres künstlerischen Denkens und Handelns. In persönlichen Gesprächen mit der Künstlerin zu den ausgewiesenen Öffnungszeiten können so die Vorgänge mit verfolgt werden und ein Verstehen dieser Kunstformen bewirken. Auch für die Akteurin bedeutet diese Arbeitsform eine interessante, künstlerisch anregende Auseinandersetzung und eröffnet neue Sichtweisen.


Wachstum und WandelEinladung Dresdner Sezession 89 e.V.

3. Ausstellung der vierteiligen Jahresreihe NATÜRLICHKEITEN der Dresdner Sezession 89 e.V.

Rita Geißler | Annina Hohmuth | Karin Kopka-Musch  | Thea Richter

Galerie 2. Stock im Neuen Rathaus

01.06. – 27.08.2022

 

Vernissage: Donnerstag, den 02.06.2022, 19.00 Uhr

Begrüssung: Annekathrin Klepsch [Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus]

Laudatio: Susanne Magister [Kunsthistorikerin]

Musik: Steffen Gaitzsch [Geige] | Nicolle Cassel [Gesang] Christian Morgenstern Lieder vertont von Rainer Lischka

Einladung als PDF

Laudatio als PDF

 

Montag – Freitag 9.00 – 18.00 Uhr

www.dresden.de/galerie2stock

 


Gabriele-Münter-Preis auf der Kippe?

Gabriele-Münter-Preis 2021 Aktion der Dresdner Sezession 89 e.V.Gabriele-Münter-Preis 2021 Aktion der Dresdner Sezession 89 e.V.Protestaktion der Dresdner Sezession 89 e.V. gegen die „Auf Eis Legung“ des Gabriele-Münter-Preises 2021.

 
1994 erhielt Thea Richter den ersten Gabriele-Münter-Preis. Sie ist Gründungsmitglied der Dresdner Sezession 89 e.V.
 

Presse und Funk:
Der Tagesspiegel vom 09.09.21
taz vom 12.09.21
Deutschlandradio Kultur 12. September 2021, 23:26 Uhr
 
 
 
Information
Gabriele Münter (1877-1962) erhielt ihre künstlerische Ausbildung 1897 an einer Damenkunstschule, denn Frauen durften sich in Deutschland erst ab 1918/19 an staatlichen Kunstakademien immatrikulieren. Nach ihr ist der Gabriele Münter-Preis benannt. Er wird seit 1994 durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. (BBK), der GEDOK – Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V. und dem Frauenmuseum – Kunst, Kultur, Forschung e.V. ausgelobt.
 
Eine Bewerbung ist ausschließlich Künstlerinnen ab dem 40. Lebensjahr vorbehalten – als Ausgleich für die Benachteiligung, die Frauen im Kunstbetrieb bis heute vielfach hinnehmen müssen. Denn gerade bei Künstlerinnen verläuft die berufliche Biografie und Karriereplanung oft nicht so geradlinig, wie sich das manche so vorstellen. Eine Vielzahl an Wettbewerben hat eine Altersgrenze von 35 oder 40 Jahren. Dann gibt es erst wieder hochdotierte Auszeichnungen für das künstlerische Lebenswerk, sobald der 60. oder 70. Geburtstag zu feiern ist. Ergo: die mittlere Generation zwischen 40 und 60 Jahren hat es am schwersten, Fördermöglichkeiten zu erlangen. Insofern ist der Gabriele Münter-Preis ein wichtiges Korrektiv.
 
Doch die Kunsthistorikerin Barbara Straka rechnet vor, dass die Verleihung nicht so regelmäßig wie ursprünglich angedacht stattfand: 2012 und 2017 trat eine „Lücke im Vergaberhythmus“ ein; jetzt wäre für das Jahr 2021 eigentlich eine erneute Auslobung fällig, doch die wurde von ministerieller Seite „noch…nicht veranlasst“. Unmittelbar vor Bundestagswahlen tut sich bekanntlich in der Politik nicht mehr viel, und so befürchtet nicht nur Barbara Straka, dass „der Gabriele Münter Preis in Vergessenheit gerät und schließlich dieses wichtige Instrumentarium der Förderung und Auszeichnung deutscher Künstlerinnen ganz eingestellt wird!“

In Dankbarkeit bleiben wir verbunden mit der Künstlerin Karin Kopka Musch | Ausstellung SWUUSH!