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WAS BLEIBT – jenseits des Ortes __ Abschied von der ‚galerie drei‘  //  Abschlußveranstaltung der DRESDNER SEZESSION 89  e.V.
 
Samstag __ 19. September 2026 __ 18 Uhr 
 

‚galerie drei‘ / DRESDNER SEZESSION 89 e.V.

Prießnitzstraße 43 / 01099 Dresden

 

Anhang

Bild

DRESDNER SEZESSION 89 e.V.  /  g a l e r i e  d r e i

Prießnitzstraße 43, 01099 Dresden / Telefon: 0351) 80 26 710

sezession89@googlemail.com / www. sezession89.com

Gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden

Die DRESDNER SEZESSION 89 e.V. als ein wichtiger Akteur und als eine anerkannte Institution in Freier Trägerschaft in der Dresdner Kunst- und Kulturszene wie auch über die Landesgrenzen hinaus muss Ende September 2026 die ‚galerie drei‘ in der Dresdner Neustadt als ihre dritte langjährige Verortung, als ihr zentrales Podium für die in Ihrer Satzung verankerten Ziele und als ihren künstlerischen Wirkungsraum endgültig aufgeben.

Die uns Ende 2025 im Zuge der Sparpolitik der Stadt Dresden äußerst kurzfristig angekündigte komplette Streichung der Institutionellen Förderung für das Jahr 2026 verursachte einen akuten Ausnahmezustand für unsere gesamte bereits erfolgte Projektplanung. Mit unserem sofort erfolgten Einspruch über einen „Offenen Brief“ wurde uns dann doch hälftig die Förderung für das Jahr 2026 gewährt. Diese gekürzte Fördermaßnahme entschärfte jedoch bei den ebenso über die letzten Jahre abnehmenden Fördermöglichkeiten nicht die zunehmend prekären Arbeits- und Planungsbedingungen und zwingt uns schlussendlich zu diesem schweren Schritt.

Die DRESDNER SEZESSION 89 e.V., ist als eine der ersten offiziell gegründeten eingetragenen kulturellen Vereinigungen in Dresden in den Zeiten des Um-und Aufbruchs Ende 1989 registriert. Seitdem prägt sie mit einer Vielzahl von künstlerischen Projekten, Aktionen und Veranstaltungen den öffentlichen Diskurs um gesellschaftliche, kultur- und frauenspezifische Themen mit künstlerisch ästhetischen Mitteln. Dabei bezogen ihre Mitglieder, bestehend aus Künstlerinnen und Kunstwissenschaftlerinnen mit ihren künstlerischen Programmen klar Postion zu Fragen der Frauenpolitik und Förderung von Künstlerinnen. Es galt, insbesondere die kreativen Potentiale von künstlerisch professionell arbeitenden Frauen, ihre Rolle und Bedeutung für die Kunst und Kultur wie auch insgesamt für die Gesellschaft öffentlich sichtbar aufzuzeigen.

36 Jahre lückenlose Präsenz hinterlassen Spuren. Diese haben sich auch sichtbar in den verschiedensten öffentlichen Bereichen der Stadt Dresden eingeschrieben.

Trotz des nicht immer einfachen, wechselvollen Weges können die Mitglieder der DRESDNER SEZESSION 89 e.V. auf eine kontinuierliche Entwicklungsgeschichte mit eindrucksvollen, in der Qualität starken Ausstellungen, Projekten und Veranstaltungen in Ihren drei Galerien als auch in verschiedenen anderen Einrichtungen und im öffentlichen Raum der Stadt Dresden sowie auch überregional und international verweisen.

Am Samstag, den 19. September 2026, 18 Uhr werden wir uns in einer Abschlussveranstaltung

WAS BLEIBT – jenseits des Ortes“ mit einem künstlerischen Programm in der ‚galerie drei‘ und der symbolischen Übergabe unserer Chronologie, das ist eine umfängliche Dokumentation unserer Geschichte, einschließlich diverser künstlerischer Nachlässe an das Stadtarchiv Dresden von diesem für uns und die Freie Kunstszene wichtigen Ort verabschieden. Es wird eine Lücke entstehen in der Kunst- und Kulturlandschaft, dabei insbesondere für die Förderung der öffentlichen Wahrnehmbarkeit von Künstlerinnen und ihrem Schaffen, auch ihrer Arbeits- und Lebenssituation.

Wir danken allen Förderern , insbesondere dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz Dresden für die jahrzehntelange Unterstützung und damit für das Interesse und Vertrauen in unsere Arbeit, ebenso für die partiellen Projektförderungen der Stiftung Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen wie auch weiteren zahlreichen Stiftungen, öffentlichen Einrichtungen und Sponsoren.

Ein besonderer Dank gilt unseren Fördermitgliedern und den engagierten Mitgliedern der DRESDNER SEZESSION 89 e.V., ebenso allen, die uns bei unserer Arbeit mit Interesse und Zuspruch helfend zur Seite standen.

Letztendlich sei auch dem Vermieter der Räume der Galerie ein Dank ausgesprochen für sein großzügiges Entgegenkommen zur Bewältigung der umfangreichen Arbeiten zur Auflösung der Galerie.

Wir hoffen sehr, dass das nicht der Anfang des Endes einer Kulturschreibung und ihrer Bedeutung sein wird, die wir bisher kannten sondern sich die zivile Öffentlichkeit mit der gesamten Kulturszene wachen Auges kreativ und solidarisch aufstellt für eine offene lebendige Kultur als Seismograph dieser Gesellschaft.

Wir laden Sie alle herzlich ein, uns zu unserem letzten Auftritt in der der‚galerie drei zu besuchen, deren Räume sichtbar die Spuren der Auflösung erkennen lassen und freuen uns auf die Programmbeiträge – so von der Künstlerinnen Henriette Aichinger und Juliane Schmidt und ihre Performance mit dem Titel

Je desto“ sowie der musikalischen Aufführung „Prießnitz-Ritt“ – ein musikalisches Werk für zwei Geigen von Frank Petzold – dereinst für die DRESDNER SEZESSION 89 e.V. komponiert und durch die Musiker*Innen Anette Thiem und Steffen Gaitzsch vorgetragen.

Die Kunsthistorikerin wird in einem Resümee noch einmal die Geschichte und die Bedeutung der DRESDNER SEZESSION 89 e.V. ins öffentliche Gedächtnis rufen.

Für die Besucher liegen aus unserem Konvolut eine Vielzahl diverser Druckerzeugnisse und originale Editionen bereit für eine Mitnahme gegen eine Spende zur Unterstützung der Finanzierung der Schluss-räumung.

Die Veranstaltung wurde freundlich unterstützt durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden.

Annina Hohmuth _ 1. Sprecherin

Kerstin Quandt _ Künstlerische Leitung und in Ehrenamt Management der Galerie und des Vereins

Dresden, 12.09.2026