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s u p e r p h y s i c a lEinladung superphysical

Yvonne Engelhardt | Dominique Hille | Amelie Hüneke |  Maria Morgenstern | Ruth Unger

Meisterschülererinnen und ehemalige Studentinnen der HfBK Dresden

22.06. – 27.07.2019

 

Vernissage am Freitag, den 21. Juni 2019, 19.30 Uhr

mit Sound Performance von Shannon Soundquist und einer Rede von Laura Gerstmann

Finissage am Samstag, den 27. Juli 2019, 11.00 Uhr

mit Künstlerinnengespräch

 

Kabinettausstellung:  GRAFISCHE ARBEITEN  | RITA GEISSLER

Einladung als PDF

Information

s u p e r p h y s i c a l

Sehen bedeutet Erschaffen.

Yvonne Engelhardt, Dominique Hille, Amelie Hüneke, Maria K. Morgenstern und Ruth Unger sind Meisterschülerinnen und ehemalige Studentinnen der HfBK Dresden. Sie kreieren, setzen neu zusammen, verfremden und erschaffen mit den Medien der Fotografie, Malerei, Skulptur und dem menschlichen Körper.

Die Künstlerinnen der Ausstellung Superphysical finden materielle Entsprechungen für Gefühle, Gedanken und Erinnerungen.

Die Verwandlung von menschlicher Wahrnehmung in Dinge geschieht dabei überaus direkt und sinnlich. Der Umgang mit dem entsprechenden Material – sei es der eigene Körper, verinnerlicht durch die Linse einer Kamera oder samten-durchtränktes Papier voll Tusche. Die Kunstwerke verstehen sich sowohl im wörtlichen als auch übertragenen Sinne als superphysical: übernatürlich und unausweichlich dem Prozess ergeben.

„Dieser Weg ist nicht nachweisbar, ähnlich ungeklärt und hintergründig wie die Zusammenhänge auf den neuronalen Bahnen in unserem Gehirn. Das Fehlen einer Erklärung begründet unser eigenes indirektes Vokabular; ineinanderfließende Komponenten, die eigentlich nicht zusammengehören, unsere Emulsion – keine Lösung.“

Biografien

Yvonne Engelhardt    (* 1986 in Rosenheim / lebt und arbeitet in Dresden)

2016 – Diplom, Ernennung zur Meisterschülerin

2018 – Diplom KunstTherapie, HfBK Dresden

Inspiriert von der Tatsache, dass das Selbst zuerst und vor allem ein körperliches ist, erforschen

meine Kunstwerke den Körper aber auch den Geist und untersuchen z.B. das Körpergedächtnis

genauso wie energetische Praktiken. Ich bin daran interessiert, wie wir das Unsichtbare sichtbar

machen können sowie in der Sprache von Dingen, Materialien und Gesten, die jenseits von

gesprochener Sprache liegen, sondern einen sinnlichen Charakter haben.

In diesen zeitlichen Prozessen bin ich an allen vier Dimensionen interessiert, die ich in meinen

performativen Werken, Videos und Installationen – oft mit körperbezogenen Materialien – ausdrücke.

 

Dominique Hille (*1990 in Sebnitz)

seit 2010 HfBK Dresden. Studium Bildende Kunst bei  Prof. Kerbach & Prof. Macketanz

seit 2017 Meisterschülerstudium bei Prof. Macketanz

Die Komposition in meiner Fotografie erzeugt Zeitlosigkeit. Das Geschehen leitet über ins Traumhafte, in Erinnerungen und Erzählungen, die sich in Rauminstallationen über das einzelne (Bild-)Format hinaus ausdehnen können.

 

Amelie Hüneke  (*1990 in Bayreuth / lebt und arbeitet in Leipzig)

2018 Diplom Bildende Kunst HfBK Dresden

2018 – 2020 Meisterschülerstudium bei Prof. Christian Macketanz

Mein Medium ist die Malerei. Reine Pigmente, dünne Acrylschichten und Ölfarbe ermöglichen subtile und vibrierende Farbräume auf der Leinwand. Leisten, Maßband, Tape und Zirkel dienen mir dabei ebenso als Werkzeug wie der Pinsel.

Eine abstrakte Formensprache ist für mich eine zeitlose und alles verbindende Sprache, die geometrischen Körper dienen als Spiegel der universellen Gesetzmäßigkeiten. Mit meiner Malerei möchte ich einen transzendenten Raum schaffen, dem sich der Betrachter öffnen kann.

 

Maria Morgenstern (*1987 in Leipzig)

2018 Diplom im Studiengang Malerei und Grafik

seitdem Meisterschülerin bei Prof. Christian Macketanz

Prozess statt Kalkül, Scheitern als Prinzip. Andauernder Stoff- und Formwechsel als Metapher für die Prozessualität der Welt spielt in meinem künstlerischen Arbeiten eine wesentliche Rolle. Naher, direkter Umgang mit dem Material – mit bloßen Händen, teilweise gieße ich und lasse fließen – fassen größte Offenheit und Verwandlungen, die ich nicht komplett steuern kann. Ich lasse meinen Blick schweifen – das Neue kann sich entfalten.

 

Ruth Unger (*1990 in Wilmersdorf / Berlin)

2011- 2018 Studium an der HfBK Dresden, Bildende Kunst / Bildhauerei bei Prof. Carl Emanuel Wolff

seit 2018 Meisterschülerin bei Prof. Carl Emanuel Wolff

BETTER NOW THAN FOR EVER

…Die Materialien werden so genommen, wie sie gerade da sind und in ihrer Unzulänglichkeit gefeiert. Auch werden diese anders verarbeitet und kombiniert als es wohlmöglich der Spezialist empfehlen würde – Stabilität, Gewicht und Haptik der Plastiken sind durch die radikale Materialverarbeitung kaum oder gar nicht mehr einschätzbar, was beim Betrachter das Bedürfnis nach physischer Erprobung steigert bzw. bis hin zum Ekelempfinden schwächt.

Diesen turn-on/turn-off Moment der so entsteht und hier quasi simultan stattfindet, untersuche ich in einem Großteil meiner Arbeiten in mehr oder weniger starken Konzentrationen mit durchaus humoristischem Blick. Bisweilen eher kleinteilig und subtil, arbeite ich momentan an der Hervorhebung, Vergrößerung und Fundamentisierung dieser Themen…