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2017


ONE MOMENT Neustadt Art Festival

22. – 24.09.2017

 

Freitag 22.09.2017   16 – 18 Uhr

Samstag 23.09.2017

ab 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen

18 Uhr: Musik von Kuma-um

ab 20 Uhr: open mike ohne mike – wer Lust hat, bringt Texte oder Musik…

zugesagt haben: Silvio Colditz DER MAULKORB  und Constanze Böckmann carol5.de

 


ONE MOMENT

4+4 minds Dresden – Praha

Manja Barthel, Constanze Böckmann, Veronika Drahotová, Alžběta Josefy, Alena Kotzmannová, Stephanie Laeger, Nina May, Adéla Součková

 

Malerei, Grafik, Fotografie, Collage, Objektkunst, Audio, Video, Performance

Kuratorin: Dr. Teresa Ende

 

02.09. – 07.10.2017

 

Eröffnung am Freitag, den 01.09.2017,  19.00 Uhr

Einführung: Dr. Teresa Ende, Kunsthistorikerin

Musik: Laura Härtel, Cello, und Clemens Zichner, Spacedrum

 

Finissage am Samstag, den 07.10.2017, 19.00 Uhr

Wortperformance: Constanze Böckmann

moderiertes Gespräch mit den Künstlerinnen

 

Na vystave „one moment“ chceme ukazat vytvarne prace k tematu pomijivost, moment…Ten MOMENT je ruzne interpretovan a reflektovan. Je jedno z jake zeme a s jakymi kulturnimi koreny  clovek veci vnima, to je kazdemu cloveku vlastni. Zucastnene umelkyne ukazuji svou praci vnimani pojmu „tady a ted“. K videni budou prace z oblasti malba,fotografie,kolaz,objekt, video a performance.

 

Austauschprojekt der Künstlerinnengruppe LOJP mit Künstlerinnen aus Prag/CZ, gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und die LH Dresden

 

geänderte Öffnungszeit: Mittwoch und Freitag 16.00 – 18.00 Uhr, Samstag 15.00 – 18.00 Uhr

 

Einladung one moment als PDF

Projekt als PDF

A cooperation project with artists from Prague and Dresden
4 x 4 minds- Prague-Dresden
ONE MOMENT

Adéla Součková, Alena Kotzmannová, Alžběta Josefy, Veronika Drahotová,
Manja Barthel, Constanze Böckmann, Stephanie Laeger, Nina May

opening day: Friday, 1. September 2017, 7 pm
speech: Dr. phil. Teresa Ende
music: Eva Cello
exhibition dates: 2. September – 7. Oktober 2017

finissage: 7. Oktober, 7 pm with a word-performance from Constanze Böckmann
Galerie Drei, Prießnitzstraße 43, 01099 Dresden – (Wednesday and Friday: 4 pm – 6 pm, Saturday 3 pm – 6 pm)

with kind support from the State Capital Dresden and the German-Czech Future Fund

MANJA BARTHEL

www.manjabarthel.de

Klare Farben, Farbflächen und –linien auf Bildträgern oder am Objekt, deren Kanten teils um­laufend, als wolle das Bild den Raum erobern. Man erkennt einen Gegenstand, einen Ort oder eine Situation – wird durch die leuchtenden Farbstreifen hineingezogen. Das vermeintlich Erkannte, Bekannte kippt plötzlich in etwas Fremdes oder umgekehrt. Man meint einen Lichtschein wahrzunehmen. Bei einigen Bildern eröffnet sich dieser als kühle Abstraktion, die sich wieder als Farben auflösen oder klar und im Raum stehen. Inspiriert von einem Gegenstand, einem Foto oder einer Situation, einem Gedanken, einer Handlung verfremdet Manja Barthel diese in ihren farbigen Flächen- und Raumkonstruktionen. Statt eines Pinsels verwendet sie für ihre Bilder Klebefolien und Klebebänder. Teils sich überlagernd aufgebracht entstehen verschiedene Schichten. Es bildet sich eine eigene Oberflächenstruktur, welche den Charakter des Bildgegenstandes hervorhebt oder abstrahiert. Neben Farbeffekten, dem Spiel mit der formalen Reduktion entstehen in den Bildern neue Räume. Es kann als ein Ausdruck oder eine Verfremdung des Konkreten oder Unbestimmten wahrgenommen werden. Ein Kippmoment zwischen Tatsächlichem und Erahnten. Der ästhetische Ausgangspunkt ist eine Sehnsucht nach Klarheit, Farbigkeit, Spannung und Schönheit.

*1972 Dresden

1992 – 1999 Studium der Landschaftsarchitektur, TU Dresden

2000 – 2009 Studium an der HfBK Dresden, Prof. K.-M. Stephan,

                    Prof. C. E. Wolff, Diplom bei Prof. M. Brandmeier

2009 – 2011 Meisterschülerstudium Klasse Prof. M. Brandmeier

 

CONSTANZE BÖCKMANN

www.constanze-boeckmann.kulturserver-sachsen.de

Fotos, Kopien, Siebdrucke, übermalt oder über­schrieben bilden die Collagenblätter. Fotos von Gesichtern, Landschaften, Dingen sind zu erkennen, gedruckte oder handschriftliche Worte, teils lesbar. Die Bilder haben einen Zusammenhang, eins führt zum anderen, wenn man den Blick schweifen lässt. Reduzierter sind die Arbeiten in welchen nur Schriften verwendet sind,welche auf dem Boden oder den Wänden aufgebracht sind, klar gesetzt und lesbar – manchmal zusammen mit einer Soundinstallation in welcher Texte gelesen werden oder Geräusch und Sprache ineinander gehen. Texte, das Fragmentieren dieser und das performative livevorgetragene Lesen von mehreren Leuten zusammen findet in Leseperformances statt. In den Video und Fotoarbeiten sieht man Ausschnitte von Personen, manchmal versetzt zueinander geschnitten, eine Bewegung ausführend, welche mit dem Klang zusammen eine Stimmung ein Bild vermitteln. Die Arbeiten entstehen durch die sachliche aber auch intuitive und assoziative Beschäftigung mit einem Thema. Hierbei spielen Körper, Bewegung und Reise oder das aktuelle Gesellschaftsgeschehen eine Rolle. Ausgehend von einem Fundstück, einer Geschich­te, eines tagespolitisch aktuellen Artikels, einer Stimmung, einer Bewegung oder aber auch von der Beschäftigung mit einem Thema, einem Ort, deren Geschichte, entstehen diese Arbeiten puzzelartig und verdichten sich schließlich zu einer Sichtbarkeit. Das Material kann somit dem Bild entsprechen. Neben den Raumenvironments (Wachs, Ton, Objekte, Schrift) und Videos, Sound oder Fotos entstehen Texte, Zeichnungen und Collagen.

*1975 Berlin

2001 – 2009 Studium HfBK Dresden, Prof. C. E. Wolff , Prof. L. Dammbeck

2009              Diplom bei Prof. M. Brandmeier

 

STEPHANIE LAEGER

www.stephanielaeger.de

„Als Grundlage dienen mir meist Fotos von Freunden, Bekannten und mir selbst. Stimmungen und Eigenheiten der Abgebildeten mischen sich mit meinem eigenen Denken und Fühlen. Es handelt sich um Tuschemalerei mit bewusst reduzierten Farben, die in unterschiedlichsten Techniken. Bisweilen entfernt sich ein Menschengesicht durch Verfremden so stark vom Abbild, dass es beginnt ein „Eigenleben“ zu führen.“

*1975 Freiburg im Breisgau

1998–05 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

2003 – 04 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Wien

2005 Diplom an der HfBK, Dresden

2005 Förderpreis des Freundeskreises der HfBK, Dresden

2005–07 Meisterschülerin bei Prof. Elke Hopfe, Dresden

 

NINA MAY

www.ninamay.de

Ein Geflecht, eine Lebendige Struktur, welche sich Bahn für Bahn den Raum erobert und wuchert – oder in sich geschlossen wie ein eigner Organismus auf einem Papier ruht. Von Nahem betrachtet eröffnet sich der Blick – wie durch ein Mikroskop – dem Innern, den Bestandteilen: Striche, Punkte, Kreise, jeder ähnlich aber eigen, Bleistift, Tusche, Fineliner. Durch ihre Formen und durch die Räum­lichkeit zueinander bilden sie das große Ganze. Die Struktur des Ganzen, was es hält, und was Form gibt wird anders sichtbar in den großformatigen Scherenschnitten. Manche von ihnen muten wie feinverästelte organische Kreisläufe an. Grenzen- und formauflösend sind Arbeiten wie die Weltkarte, komplett geschwärzt sind nur die Ländernamen sichtbar. Oder die Lehrkarte zu einer Panzerkanone, auf welcher alle Details geschwärzt sind und die Umrisse der Kanone als schwarzer Fleck sichtbar ist. Neben dieser meditativen Arbeit der Zeichnung nutzt Nina May auch das Medium des Videos, wobei sie der Identität eines „Ich“s und dessen Verschwimmen nachgeht. Zum Beispiel in einer Arbeit, wo sie Bilder von Personen so schnell übereinander geschnitten hat, dass der Einzelne nicht mehr erkennbar ist, und nur ein „Rauschen“ der Gesichter entsteht. Das so sein, die Frage nach Identität macht einen Teil der Arbeit von Nina May aus. Erschafft die Struktur sich selbst? Sind deren Bestandteile allein bestehend? Oder die Struktur ohne dessen Bestandteile? Was ist sichtbar, wenn etwas verborgen wird? Die Zeichnungen können auch als Dokumentation eines in sich wie­derholten Arbeitsganges, also einer Wiederholung gesehen werden. Und zeigen gleichzeitig die Unmöglichkeit einer exakten Wiederholung. Denn diese Wiederholungen entsteht aus dem Lebendigen heraus und daraus folgt die permanente Entstehung von etwas Neuem.

*1974 Kempten

2002 – 2012 Studium an der HfbK Dresden, Prof. Elke Hopfe, Prof. Christian Sery,

2012             Diplom bei Prof. Martin Honert

 

ALZBETA JOSEFY

www.alzbetajosefy.com

Alžběta Josefy konzentriert sich auf Objektivität, auch wenn es keinem physischen Gesetz der Wirklichkeit folgt. Sie schafft ihre Illusion mit einem Prinzip, indem sie das Gemälde erhellt, die Farbe wäscht und Effekte wie heilige Artefakte schafft.  Anstatt Materialien hinzuzufügen, nimmt sie sie weg, was zu einen Eindruck einer geheimnisvollen heiligen Reliquie der Vergangenheit führt. Die Arbeiten erinnert  Symbole oder an Organisches, zelluläre menschlichen Organismus basiert. Eine Anzahl kleinerer Komponenten werden zu einer eigenen neuen Forrm gewebt.

1984               born in Liberec, lives and works in Prague, CZ

2007 – 2011  Academy of Fine Arts in Prague, The School of  Traditional Painting Techniques, Studio of Prof. Zdeněk Beran, CZ

2012 – 2013  Academy of Fine Arts in Prague, Studio of painting, Prof. Michael Rittstein, CZ

Lives and works in Prague, Czech Republic

 

ALENA KOTZMANNOVA

www.kotzmannova.cz

„Fotografie ist für mich eine Schicht vom Gedächtnis, unter der wir eine andere Schicht finden, die uns vielleicht zu einem völlig anderen Bild führt.“

1974               born in Prague, Czech Republic

1988 – 1992    Vaclav Hollar School of Fine Arts, Prague

1992 – 1998    Academy of Arts, Architecture and Design, Prague; Studio of Conceptual and Intermedial Art, Prof. Adéla Matasová, Prof. Pavel Štecha

2009 – 2014    PhD., Faculty of Education,

                       The Charles University in Prague, Faculty of Education, Visual Arts.

Lives and works in Prague, Czech Republic

 

ADELA SOUCKOVA

www.adelasouckova.com

„Zeichnen ist ein Akt des Lebens für mich und ich zeichne auf verschiedene Weisen: Ich zeichne auf Galeriewände, über Projektionen, in Videoaufführungen. Ich zeichne auf Tischdecken und Krankenhausblätter; Ich strecke gemalte Leinen auf Leuchtkästen.Ich arbeite mit Raum. Ich lege meine Werke hinein, ich zeichne auf seine Wände.

Ich arbeite mit Video- und Tonkünstlern zusammen, um komplexe Raumerfahrungen zu schaffen. Aus der Bewegung entstehen Situationen und Artefakte, die das Bewusstsein für die Gegenwart wecken. Ich verstehe Bewegung als meditativ und politisch. Bewegung ist das, was Vergangenheit und Zukunft zusammen verbindet. Ich forsche und arbeite daran, wie man in einer gesunden Weise nachdenkt. Ich glaube, dass Phantasie und Verbindung mit der Natur die Schlüsselpunkte dafür sind. Intensive Erforschung alter Kulturen und Mystik hilft mir bei diesem Bestreben.“

1985            Born in Opava, Czech Republic

2007–2014 Academy of Fine Arts, Prague, at Prof. Vladimír Skrepl, Jiří Kovanda, Prague

2012–2014  Hochschule für Bildende Künste Dresden, bei Prof. Ralf Kerbach und Prof. Ulrike Grossarth, Dresden

from 2014  Meisterschüler at HfBK Dresden

Lives and works in Prague, Czech Republic

 

KATERINA VINCOUROVÁ

www.katerina-vincourova.com

Die Arbeiten von Kateřina Vincourová sind an allgemeine Thema gebunden, nämlich persönlichen Beziehungen, Einsamkeit, Liebe, Ehe, Freizeit, Langeweile und Hoffnung. Sie ist in der Lage, die Gefühle ihrer Generation mit einer effektiven Sprache zu vermitteln, die vom intellektuellen, toten Gewicht befreit ist.  Sie beschäftigt sich in ihrer Kunst mit unverwechselbaren weibliche Themen. Während sie einen kritischen Kommentar zur Konsumkultur geben, spiegeln ihre Objekte auch die Romantik eines Mädchens wider. Sie schafft aufblasbare Objekte, wechselt Positionen von innen und außen und stellt damit die Frage, inwieweit die Objekte ihre Benutzer manipulieren.

*1968, Prague

Lives and works in Prague

EDUCATION

1988 – 1994       Academy of Fine Arts in Prague

1986 – 1988       Academy of Fine Arts, Moscow

STIPENDS

1999 – 2000       Berlin DAAD

1998                   Headlands Centre For Art, California

PRIZES

1997                  Jindřich Chalupecký Award, Prague

1993                  Alexander Dorner Prize, Hannover