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2021


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PIGMENTS//Handlungsraum Einladung Jahna Dahms

Jahna Dahms

19.07. – 11.09.2021

 

Die Künstlerin filmt ihre Zeichenpraxis vom 19.07. – 20.08.2021 | Filme hier

Besucher willkommen: Mittwoch, Donnerstag, Freitag 15.00 – 18.00 Uhr

Ausstellung PIGMENTS 21.08. – 11.09.2021

Vernissage: 21.08.2021, 19.30 Uhr

Laudatio: Anna von Bülow

Führungen mit der Künstlerin: Donnerstag 15.00 – 19.00 Uhr, Freitag 15.00 – 18.00 Uhr, Samstag 10.00 – 12.00 Uhr

Einladung VS als PDF  Einladung RS als PDF

Sächsische Zeitung 17.08.2021 als PDF

Jahna Dahms Portrait

 

 

Information

Die Künstlerin Jahna Dahms zeichnet im Galerieraum ihre Silberstift-Zeichnungen PIGMENTS und filmt ihre Zeichenpraxis. Dabei entstehen umfangreiche Serien der Silberstift-Zeichnungen auf farbig grundiertem Büttenpapier, die bereits während des Arbeitsprozesses zu sehen sind. Im Anschluss werden diese Zeichnungen gemeinsam mit den Malereien zum Projekt PIGMENTS und den entstandenen Filmen in der Ausstellung gezeigt.

In ihren Projekten übernimmt die Konzeptkünstlerin Jahna Dahms vergessene künstlerische Techniken ihre künstlerische Praxis, wie z.B. Vergoldungen, Grundierungen mit alten Pigmenten oder Zeichnungen mit Silberstift. Ihre Arbeiten sind von einer sehr reduzierten Formensprache geprägt. In ihrem Werk sind Aspekte des Meditativen ebenso relevant, wie die Verwendung von sehr hochwertigen historischen Materialien. Mit den Werkgruppen PIGMENTS widmet sie sich der Wirkung von überlieferten Pigmentmischungen der Goldgrund-Malerei in der Frührenaissance. Die Künstlerin erkundet mit PIGMENTS die Faszination dieser fast vergessenen Farben und verwendet sie als Grundierungen ihrer seriellen Zeichnungen. Sie zeichnet zwei typische Grundformen, die in der Goldgrund-Malerei immer wieder Verwendung fanden: den Kreis und den Halbkreis. Strich um Strich werden in meditativer Zeichen-Praxis die Flächen gefüllt. Nur zwei kleine Goldpunkte geben jeweils weitere Akzente. Das Motiv des Kreises scheint sich auf den farbig präparierten Papieren zu verändern und intensiviert unsere Wahrnehmung der verschieden Farbnuancen. So bringt die Künstlerin mit ihren konzeptuell-minimalistischen Projekt jene sensible Schönheit der Farben zurück, welche sich bereits in den Kunstwerken des Mittelalters und der Frührenaissance offenbarte.


JAHNA DAHMS

*1972, Germany

Jahna Dahms serielle Zeichnungen, vergoldete Objekte und ihre Sound- und Video-Installationen gehen dem Transzendenten in der Kunst nach. Ihre Arbeiten gründen in ihrem Interesse an Archäologie, Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte. So entspinnt sich ein Dialog zwischen Kunst und Geisteswissenschaft, wobei die Hingabe zu alten Techniken oder wertvollen Materialien im Vordergrund steht. Jahna Dahms interessiert sich für die formalen Übereinstimmungen und die philosophischen Systeme hinter archäologischen Befunden. Sie systematisiert in ihren Projekten abstrakte Formen aus verschiedenen Kulturepochen als universelle Sprachen.

Von 1991 bis 1996 und von 1998 bis 2000 studierte sie Kunstgeschichte, Geschichte, Architektur, Kulturgeschichte und Philosophie und ist Absolventin der TU Dresden. Außerdem studierte sie von 2000 bis 2003 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und war von 2004 und 2008 Meisterschülerin von Eberhard Bosslet. Im Laufe ihrer Karriere erhielt sie eine Reihe von renommierten Auszeichnungen, darunter das Landesgraduiertenstipendium, Sachsen, Deutschland und 2003 den Marion Ermer Preis.

Als Gründungsdekanin der Fakultät Design an der Fachhochschule Dresden und als Professorin für konzeptionelles Denken und Zeichnung verfasste sie das Curriculum der künstlerischen Studiengänge der FH Dresden. In ihrer künstlerische Lehre fokussierte sie sich auf eine konzeptionelle und zugleich wahrnehmungsbasierte Konzeption, welche ihre künstlerische Arbeit wechselseitig beeinflusste. Sie forscht zur Geschichte der künstlerischen Fragestellungen. Ihre Arbeiten wurden u.a. in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und im Musée d’Art moderne et d’Art contemporain de Liège ausgestellt.

Handlungsraum

HANDLUNGRAUM

 

bedeutet die Fokussierung der Förderung der zeitgenössischen Kunst von Frauen, deren Arbeit sich vorrangig im konzeptionellen Bereich wie auch in den neuen visuellen Medien bewegen und deren Inhalte von übergreifenden Themen geleitet sind. Dabei verlegt die eingeladene Künstlerin ihre künstlerische Arbeit für einen bestimmten Zeitraum in die Galerie, d.h. in die öffentliche Wahrnehmung und gewährt so interessierten Besuchern einen Einblick in die Prozesse ihres künstlerischen Denken und Handelns. In persönlichen Gesprächen mit der Künstlerin zu den ausgewiesenen Öffnungszeiten können so die Vorgänge mit verfolgt werden und ein Verstehen dieser Kunstformen bewirken. Auch für die Akteurin kann diese Arbeitsform eine interessante, künstlerisch anregende Auseinandersetzung bedeuten und neue Sichtweisen eröffnen.

 

Der Ursprung dieser Projektreihe liegt bei der Dresdner Künstlerin INES BEYER.

Im Jubiläumsjahr 2019 initiierte sie anstelle einer Ausstellung eine ZWISCHENNUTZUNG der Galerie, indem sie aus der klassischen Form der Ausstellung ausbrach und stattdessen ihren Arbeitsprozess öffentlich in den Galerieraum hineinführte und ganz bewusst eine tägliche Konfrontation und Kommunikation mit dem Besucher und damit eine öffentliche Wahrnehmung ihrer Arbeitsentwicklung suchte.

 

Mit dieser Projektreihe möchten wir einem Vermittlungsgedanken nachkommen, der neben der Förderung der Künstlerin auch für die Besucher über einen direkten Zugang in die Arbeitsprozesse ein besseres Verständnis für zeitgenössische Kunst ermöglichen soll und kann.


In Dankbarkeit sind wir verbunden mit der Künstlerin Karin Kopka Musch | Ausstellung SWUUSH!